Logistik Trainingszentrum LTZ

LTZ Nießen Im Taubental 54 41468 Neuss 02131 29857-0




Das LTZ besucht den Duisburger Hafen

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IHK Lossprechung Sommerprüfung 2018 Lagerwesen

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Geprüfter Logistikmeister in Vollzeit(IHK)

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Neue Maßnahme Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung (IHK)

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Neue Maßnahme Technischer Betriebswirt (IHK)

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Prüfungsvorbereitung Sommer 2018

 Prüflinge


Willkommen im Team

 Neuer Dozent


Winterprüfung 2017/2018

 Gratulation

 

Spendenaktion

 Neusser Tafel


Herzlichen

Glückwunsch!

 Bestenehrung IHK


Herzlichen

Glückwunsch!

 Kammerbester


Umschulungen

in der Logistik!

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Termine Prüfungsvorbereitung

in der Logistik!

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Achtung!

Neue

Bildungsmaßnahmen

im LTZ

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Herzlichen Glückwunsch

zum Meister

 LTZ-Absolventen


Achtung! 18.03.2017

Prüfungsvorbereitung

Anmeldung


27.01.2017

Prüflinge des LTZ nach der
Lossprechung

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Neu ab 01.08.2016

Aus Meister-BAfög wird Aufstiegs-BAföG

 Informationen

 

 







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News Logistik

 

Januar 2017

LTZ-Teilnehmer nach bestandener Prüfung

LTZ-Teilnehmer bestehen ihre Facharbeiterprüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik mit guten Ergebnissen und stehen nach ihrer Lossprechung am 27.01.2017 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Der Containerumschlag Duisport steigt

Containerumschlag in den deutschen Häfen ist lt. dem  Index des Leibnitz Institutes gestiegen. Der Index zeichnet ein freundlicheres Bild     für den Welthandel, da hier ein positiver Trend zu verzeichnen ist. Bestätigend dazu kam die Meldung,  dass unserer größter Binnenhafen der Region Duisburg seinen Containerumschlag von 2015  3,6 Mio TEU auf  3,7 Mio TEU   2016  gesteigert hat. Der Containerumschlag ist mit 50 % des Gesamtumschlages das wichtigste Gütersegment des Duisburger Binnenhafens. Auch für 2017 wird ein leichtes Plus beim Gesamtumschlag erwartet, der 2016 66,8 Mio t. betrug.

Erste Paketdrohne startet im Linienverkehr in Frankreich
Die französische Post versorgt in Südfrankreich ein abgelegenes Gewerbegebiet einmal pro Woche mit Paketen durch eine Drohne. Die Drohne hat eine Reichweite bis 20 Kilometer und eine Ladekapazität bis 3 Kilogramm. Dies wird der erste weltweite Linienverkehr mit einer Drohne. Die Drohne wird eine Distanz von 15 Kilometern zurücklegen und dabei eine Geschwindigkeit bis zu 30 Kilometern pro Stunde erreichen. Sie fliegt vollautomatisch und wird von einem Kontrollzentrum überwacht.

Februar 2017

Erfolgreiche Absolventen unseres Meisterkursus mit Meisterausbilder
Klaus Kahnert

Das LTZ wünscht den erfogreichen Absolventen der Meisterschule für ihre berufliche Zukunft
in der Logistik alles Gute.

März 2017

Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland

Ford investiert nach eigenen Angaben 600 Mio. EUR in seinen deutschen Standort in Saarlouis und stellt damit die Weichen für die Produktion der nächsten Generation des Ford Focus. Das Geld fließt sowohl in Fertigungsanlagen als auch in die Logistik, die Produktionsvorbereitung und die Energieversorgung. „Ford bekennt sich damit klar zum Standort Deutschland als europäischer Hauptstützpunkt des Unternehmens“, sagt Jim Farley, Präsident und CEO von Ford Europa. Die Standorte in Köln und Saarlouis sind jeweils europäische Stammwerke für den Ford Focus, Fiesta und C-MAX/Grand C-MAX.

 

Neues Arbeitnehmerüberlassungsgesetz tritt zum 01.04.2017 in Kraft

Der Bundesrat hat am 25.11.2016 dem neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zugestimmt, welches am 21. Oktober im Bundestag verabschiedet wurde. Das neue AÜG wird zum 1. April 2017 in Kraft treten und sieht zwei Kernelemente für die Zeitarbeit in Deutschland vor:
Die Einführung einer Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten und Equal Pay nach neun Monaten.


Der Gesetzgeber hat tarifliche Erweiterungsspielräume für die Zeiträume von 18 bzw. 9 Monaten vorgesehen.

Die wesentlichen Punkte des Arbeitnehmerüberlassungsgesetz:

1. Höchstüberlassungsdauer
2. Equal Pay
3. Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflicht
4. Streikeinsatzverbot

Höchstüberlassungsdauer

Die Höchstüberlassungsdauer sieht vor, dass ein Zeitarbeitnehmer nur noch für die Dauer von 18 Monaten an denselben Kunden überlassen werden darf. Die vor dem Inkrafttreten angefallenen Überlassungszeiten werden nicht betrachtet. Stichtag für den Beginn des Fristenlaufs ist der 1.4.2017.

Equal Pay

Equal Pay nach neun Monaten greift, wenn ein Zeitarbeitstarifvertrag angewendet wird und der Zeitarbeitnehmer ununterbrochen an denselben Kunden überlassen wird. Vor dem Inkrafttreten des Gesetzes angefallene Einsatzzeiten werden nicht gezählt. Stichtag für den Beginn des Fristenlaufs ist der 1.4.2017.

Sanktionen bei Verstoß

Das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sieht Sanktionen bei Verstoß für das Zeitarbeitsunternehmen, das Kundenunternehmen und auch Folgen für den Zeitarbeitnehmer vor.

Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflicht

Der Vertrag zwischen Zeitarbeitsunternehmen und dem Kundenbetrieb muss ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassungsvertrag bezeichnet werden. Der Zeitarbeitnehmer muss dabei namentlich genannt werden.

Streikeinsatzverbot

Das Gesetz beinhaltet ein an den Kunden gerichtetes Verbot Zeitarbeitnehmer tätig werden zu lassen, wenn der Kundebetrieb unmittelbar durch einen Arbeitskampf betroffen ist.

April 2017

Das LTZ-Nießen ist vertreten am Tag der Logistik in Neuss

Besuchen Sie uns!

 

Logistik im Aufwind

Die Zeichen in der deutschen Logistikwirtschaft stehen derzeit deutlich auf Expansion. Das geht aus der aktuellen Erhebung zum Logistik-Indikator hervor, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) quartalsweise ermittelt. Demnach befindet sich die Logistikkonjunktur weiterhin auf einem Sechs-Jahres-Hoch. Das Niveau markiert den höchsten Stand seit dem Herbst 2011.

Sowohl die Industrie- und Handelsseite als auch der Dienstleistungssektor liegen mit ihren Klimawerten etwa 10 Punkte oberhalb des zehnjährigen Durchschnitts, wie Stefan Kooths, Leiter des Prognosezentrums am IfW, mitteilt.

Hinsichtlich der kurzfristigen Geschäftstendenz sei die große Mehrheit der Befragten zuversichtlich. Das heißt, es sind in den kommenden drei Monaten steigende Logistikaktivitäten zu erwarten. „Mehr Euphorie geht nicht“, kommentiert der BVL-Vorstandsvorsitzende Raimund Klinkner die Umfrageergebnisse.

Die Klimaaufhellung aufseiten von Industrie und Handel ist Kooths zufolge vor allem auf eine günstigere Lageeinschätzung zurückzuführen. Dies spiegelt sich in einer leichten Verknappung der im Markt verfügbaren Logistikkapazität wieder und ist begleitet von deutlich erhöhten Logistikkosten.

Die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate blieben fast konstant. Eine nicht mehr ganz so starke Einschätzung der künftigen Logistikbedarfe im In- und Ausland wurde von einer erhöhten Bereitschaft zum Ausbau der Sach- und Personalkapazitäten ausgeglichen. Die Geschäftsentwicklung wird weiterhin äußerst positiv beurteilt.

Mai 2017

Fachmesse: Interpack startet in Düsseldorf

Ab zehn Uhr gehört das Messegelände in Düsseldorf wieder ganz der internationalen Verpackungsindustrie: Die interpack 2017 öffnet vom 4. bis einschließlich 10. Mai ihre Pforten für Fachpublikum aus aller Welt.

Acht Wirtschaftszweige im Fokus
Im Fokus des Messeauftritts der mehr als 2.700 erwarteten Aussteller stehen laut dem Veranstalter Messe Düsseldorf GmbH acht Wirtschaftsbereiche, die die gesamte Wertschöpfungskette der Verpackungsindustrie abbilden sollen. Von Nahrungsmitteln, Getränken, Süßwaren, Backwaren und Non Food über Kosmetik und Pharma bis hin zu Industriegütern zeige die Messe in insgesamt 19 Hallen Produkte, Lösungen und Prozesse für den Verpackungsbereich.

Industrie 4.0 für Verpacker
Im Mittelpunkt der Leistungsschau steht laut Messe Düsseldorf dabei in diesem Jahr insbesondere das Thema Industrie 4.0 für die Verpackungswirtschaft. In Kooperation mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt die Messe auf einer Sonderfläche am VDMA-Stand, wie Anwendungsbeispiele und Lösungen aus dem Bereich Verpackungsmaschinen und Prozesstechnologie Sicherheit, Rückverfolgbarkeit, Plagiatsschutz sowie die Individualisierung von Verpackungen ermöglichen.

Komponenten auf 5.000 Quadratmetern
Ergänzend zur Sonderausstellung findet nach 2014 auch in diesem Jahr wieder die „components – special fairtrade by interpack“, im Rahmen eines Messe-in-der-Messe-Konzepts statt. Dazu sei die Idee hinter der Sonderschau grundlegend überarbeitet worden, wie der Veranstalter mitteilt. So findet die components nun auf rund 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche innerhalb des Messegeländes statt. Gezeigt werden der Messe Düsseldorf zufolge Angebote aus den Bereichen Antriebs-, Steuer- und Sensortechnik sowie Programme zur Bildverarbeitung und Handhabungstechnik.

Lebensmittel schützen
Um die Bereiche Lebensmittelverpackung und welchen Beitrag dazu leisten kann, Lebensmittelverluste zu verringern, ist Kernthema des sogenannten „innovationparc“. Hier zeigen Aussteller Lösungen und Konzepte, die helfen sollen, weltweit weniger Nahrungsmittel zu verschwenden. Angegliedert an diesen Bereich ist der dritte internationale SAVE FOOD-Kongress, der am ersten Messetag stattfindet. Partner der Veranstaltung sind unter anderem die Welternährungsorganisation sowie das Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

Juni 2017

Studie: Logistiker leiden doppelt am Fachkräftemangel
Laut BVL-Studie sind über zwei Drittel der Firmen betroffen.

Logistik-Arbeitgeber haben besonders große Probleme, qualifiziertes Personal zu finden. Denn neben dem allgemeinen Fachkräftemangel kämpfen sie auch mit dem schlechten Image ihrer Branche. Eine aktuelle Umfrage unter Mitgliedern der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) ergibt ein düsteres Bild hinsichtlich der Personalsituation. 90 Prozent der 112 Befragten gaben darin an, den Mangel an Fachkräften im Arbeitsfeld Logistik zu spüren. Auf das eigene Unternehmen angesprochen, gaben immerhin 71 Prozent an, einen Mangel zu erleben. Bei 31 Prozent der Teilnehmer bleibt die Hälfte der offenen Stellen auch nach zwölf Monaten noch unbesetzt. Kurzfristig können noch mehr Positionen nicht adäquat besetzt werden: Innerhalb von drei Monaten bleibt bei rund 55 Prozent der Befragten jede zweite vakante Stelle offen. 38 Prozent der Befragten gaben darüber hinaus an, dass auch Ausbildungsplätze frei bleiben..

Wettstreit mit anderen Wirtschaftsbereichen um Personal
Als Hauptgrund dafür, dass offene Stellen im Unternehmen nicht besetzt werden, nannten 74 Prozent der Befragten das generelle Fehlen von qualifizierten Bewerbern. Auch die mangelnde Bekanntheit der Berufsmöglichkeiten in der Logistik (53 Prozent) sowie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen weniger attraktive Vergütungen und Arbeitsbedingungen (43 Prozent) sind nach eigener Einschätzung Gründe für mangelndes Bewerberinteresse.

Deutsche Post elektrisiert Ford

Da passt was rein: Streetscooter-Ford-Transporter mit E-Antrieb

Die Post ist Vorreiter beim CO2-freien Lieferverkehr
Die Deutsche Post DHL treibt den Umstieg auf rein elektrisch betriebene Lieferfahrzeuge weiter voran. So haben die Post-Tochter Streetscooter und der Kölner Automobilhersteller jetzt bekannt gegeben, dass sie gemeinsam speziell für die Bedürfnisse der Kep-Branche entwickelte Transporter mit Elektro-Antrieb bauen werden. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge auf Basis des Ford-Transit-Fahrgestells, die mit einem Kofferaufbau nach Vorgaben der deutschen Post beziehungsweise der Paketsparte von DHL ausgestattet werden.

Praxisgerechte Reichweite
Die größeren Fahrzeuge bieten ein Laderaumvolumen von rund 20 m³. Je nach Anforderung werden dabei unterschiedliche große Batterien eingebaut, die eine Leistung von 33 bis 96 kw/h eingesetzt. Die Reichweite dürfte damit zwischen 100 und etwa 250 km liegen – Werte, die sowohl für die Auslieferung in Städten und Ballungsgebieten als auch im ländlichen Umfeld ausreichen dürften. Bis Ende 2018 sollen 2500 Elektro-Kep-Transit auf die Straße kommen. Die ersten Einheiten werden bereits im kommenden Monat produziert. Parallel dazu wird Streetscooter die Produktion der kleineren Elektro-Zustellfahrzeuge auf jährlich 20.000 Stück hochfahren. Diese sollen auch an Dritte verkauft werden. Kep-Branche steigt auf E-Transporter um Die Deutsche Post DHL ist nicht der einzige Kep-Dienstleister, der sich mit dem Umstieg auf Elektro-Fahrzeuge auf mögliche Diesel-Fahrzeug-Verbote in den Städten vorbereitet. Der Hamburger Wettbewerber Hermes wird ab Anfang 2018 sukzessive eine Flotte von 1500 Elektro-Transportern von Mercedes-Benz Vans in Dienst stellen (DVZ 16. Mai 2017, Seite 1)

Juli 2017

Neuheiten  der Verkehrsmittel   ab 2018

Der Lkw-Hersteller   MAN  und das österreichische Konsortium  Council für nachhaltige Logistik  (CNL)  haben sich auf die gemeinsame Entwicklung und Erprobung vollelektrisch angetriebener Lkw verständigt. 

Bereits  Ende 2017  sollen neun vollelektrisch   angetriebene  MAN Verteiler-Lkw   von verschiedenen   Lebensmittelhändlern, einer Brauerei, dem Automobilhersteller Magna Steyr sowie drei Logistikunternehmen im Alltagseinsatz   getestet  werden.  Die Fahrzeuge  werden  am MAN-Standort Steyr produziert. 

Serienproduktion  soll 2021 starten 

Die Ergebnisse  der Erprobungsfahrten   fließen in eine anschließende  Serienentwicklung  ein. Ab Ende  2018 ist die Fertigung  einer ersten Kleinserie  am Standort  Steyr geplant, Anfang 2021  startet MAN  die Serienfertigung   von Elektro-Lkw   für den städtischen Verteilerverkehr. Ab Ende  2019 wird MAN  zudem  mit der Serienproduktion  vollelektrisch   angetriebener Stadtbusse  beginnen  und damit einen weiteren  wichtigen Beitrag  zur Abgas-  und Geräuschreduzierung in Ballungszentren leisten.

August 2017


Fachkräfte: Bei der Talentsuche hinten dran
Wirtschaftszweig Logistik vernachlässigt laut DHL Talentförderung.


Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die weltweit in der Logistikindustrie tätig sind, vernachlässigen die Nachwuchssicherung und investieren zu wenig Ressourcen in die gezielte Entwicklung eigener Mitarbeiter. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „The Supply Chain Talent Shortage: From Gap to Crisis“, die kürzlich von der Deutschen Post DHL veröffentlicht wurde.

Nachwuchs steigert Wettbewerbsfähigkeit

Dabei sei die rechtzeitige und kontinuierliche Gewinnung von jungen Talenten ein großer Wettbewerbsvorteil, wie die Autorin der Studie, Lisa Harrington, Präsidentin der Iharrington Group, im Rahmen der Erhebung betont. So würden aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen mit gutem Talentmanagement ihren Umsatz 2,2 beziehungsweise 1,5-mal so schnell steigern konnten wie Firmen, die nicht oder nur wenig in Nachwuchs investieren. „Führende Unternehmen wissen, dass ihre Supply Chains – und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter – einen unverzichtbaren Beitrag zu ihrem profitablen Wachstum leisten“, so Harrington. „Für die Unternehmen wird es aber immer schwieriger, Nachwuchskräfte zu finden, die über die nötigen Kompetenzen verfügen, um diese hochkomplexen Prozesse zu steuern. Das gilt insbesondere für die mittleren und höheren Führungsebenen. Marktteilnehmer, die dieses Problem nicht erfolgreich adressieren, riskieren ihre globale Wettbewerbsfähigkeit.“

Talentlücke wächst

Die Gründe für die wachsende Talentlücke und die Schwierigkeiten vieler Unternehmen Logistiknachwuchs zu generieren sind aus Sicht der DHL-Studie unterschiedliche:

Neue Anforderungen: Der ideale Mitarbeiter verfügt heute sowohl über taktische und operative Expertise als auch über professionelle Kompetenzen wie Analysefähigkeiten. 58 Prozent der Unternehmen geben an, dass diese Kombination nur schwer zu finden ist. Die Nachwuchskräfte von morgen müssen aber auch erstklassige Führungskompetenzen, strategisches Denken, Innovationsstärke und allgemeine analytische und technische Qualifikationen mitbringen.
Alternde Belegschaft: Bis zu einem Drittel der derzeit in der Logistikwirtschaft beschäftigten Fachkräfte steht kurz vor dem Rentenalter oder hat dieses bereits erreicht.
Fehlende Mitarbeiterentwicklung: Ein Drittel der befragten Unternehmen hat keine Schritte unternommen, um einen Talent-Pool aufzubauen oder seine künftige Talent-Pipeline zu füllen.
Verbesserungswürdiges Image von Supply-Chain-Berufen: Die Logistikindustrie hat weiter damit zu kämpfen, dass andere Bereiche ein höheres Ansehen genießen und vermeintlich bessere Karrierechancen bieten. Dadurch zeigen die Jobsuchenden von morgen kaum Interesse an einer Tätigkeit in diesem Wirtschaftszweig.

Anreize schaffen

Nach DHL-Angaben skizziert die Studie neben den Ursachen zahlreiche Ansätze, um die Talentlücke zu schließen. So werden etwa klar strukturierte Karrierepfade, ein Bekenntnis zur professionellen Weiterentwicklung der eigenen Supply-Chain-Mitarbeiter sowie eine konkurrenzfähige Vergütung empfohlen, um Talente im Unternehmen zu halten. Die Betonung von Aufgaben, die sich um das Verständnis künstlicher Intelligenz, Robotik und audiovisueller Technologien drehen, könnten aus Sicht der DHL dagegen helfen, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Diese Jobaspekte seien attraktiv für eine jüngere Generation und könnten dazu beitragen, das Image der Logistik zu verbessern, so ein der Konzern.

Neu im Programm: Lastenräder

Bei der Fahrt mit dem auch für Kurierdienste konzipierten Lastenbike unterstützt ein Elektromotor. Das Fassungsvermögen des Lastenrades sei vergleichbar mit dem Kofferraumvolumen eines Kompaktklassefahrzeuges, teilte Sortimo mit. Die darin verbaute patentierte Neigetechnik ermögliche auch in beladenem Zustand eine hohe Kurvengeschwindigkeit. Als weiteren Vorteil nennt das auf Fahrzeuginneneinrichtungen spezialisierte Unternehmen, dass für den Betrieb des Rads keine Zulassung oder Fahrerlaubnis nötig sei.

Sotimo, die das Lastenrad in Kooperation mit HNF Heisenberg, einem Unternehmen das sich der Entwicklung von elektromotorisch unterstützten Fahrrädern widmet, und entwickelt haben, übernehmen für Flottenkunden das Projektmanagement hinsichtlich individueller Anpassungen, Schulungskonzepten und Servicepaketen. Auch bei der Beantragung von Fördergeldern steht das Unternehmen den Kunden beratend zur Seite.

September 2017

Logistik ist "fast durchdigitalisiert"

Deutschland ist Weltmeister im Bereich „Logistik“. Das soll auch so bleiben. Zumindest wenn es nach dem Willen von Branchenführern wie der in Langenbach ansässigen Firma IQS (International Quality Service) und des eigens dafür ins Leben gerufenen Fördervereins „Logistic Alliance Germany“ (LAG) geht. Das machten die Verantwortlichen beim Jahresnetzwerktreffen des etwa 70 Mitglieder zählenden Vereines deutlich.

Langenbach – als prominente Befürworterin, den Logistik-Standort Bayern zu stärken und auszubauen, stellte sich die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Verkehr, Dorothee Bär, heraus. Beim Jahresnetzwerktreffen warb sie dafür, die Logistik nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland weiter voranzutreiben. Die LAG könne einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Logistik, die nach der Autoindustrie und dem Handel die drittstärkste Kraft darstelle, ihren Stellenwert behauptet und ausdehnt, gab Bär zu verstehen. Aus siebzig LAG-Mitgliedern, die sich dafür einsetzen, „dass der Logistik-Sektor weiter wachsen kann“, sollten möglichst bald 100 werden, wie Bär betonte. Automobil-Industrie und Handel wären nämlich „nichts ohne Logistik“. Es gebe sehr globale Prozessketten und ein sehr dynamisches Umfeld, deshalb werde die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch untereinander immer wichtiger für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Bundesregierung habe die LAG nicht umsonst ins Leben gerufen, machte Bär deutlich. Die Logistik sei definitiv auf dem richtigen Weg bei der Digitalisierung, fast „durchdigitalisiert“ sei sie, sagte Bär und wies auf eine große Offenheit für Innovationen bei den Firmen hin.

Dass die Digitalisierung eine immer größe Rolle spielt, stellte auch IQS-Geschäftsführer Marc Oedekoven bei seiner Präsentation fest – etwa mit dem Hinweis auf autonom fahrende Busse und Lkw. Besonders hervorgehoben hat Oedekoven auch die von IQS „vielfach weiter entwickelten Spezialcontainer“ für den Transport von Autos, Prototypen oder Oldtimern. Alexander Fischer

Oktober 2017

Ladungssicherheit
Rund drei Viertel aller LKW-Ladungen auf deutschen Straßen sind nach Expertenschätzungen nicht ausreichend gesichert. Polizeikontrollen bringen es oft an den Tag. Die Bußgelder werden dann längst nicht mehr nur gegen die Fahrer verhängt, sondern mehr und mehr auch gegen Halter: Sie müssen in der Regel bis 270 EUR zahlen und oft noch die Gewinnabschöpfung (Paragraf 17 Absatz 4 Ordungswidrigkeitengesetz). Damit soll der wirtschaftliche Vorteil abgeschöpft werden. Aber auch gegen die mit der Ladungssicherung beauftragten Mitarbeiter, oftmals die Disponenten, werden Bußgelder ausgesprochen. Gegen ein solches Bußgeld in Höhe von 270 EUR wehrte sich ein Disponent. Er argumentierte, sämtliche Fahrer seien sorgfältig geschult und angewiesen, sich bei Problemen zu melden. Er selbst werde tätig, wenn er an einem Fahrzeug vorbeikomme und ihm etwas auffalle. Das Oberlandesgericht Bamberg (OLG Bamberg, 2 Ss Owi 659/13) hielt das nicht für ausreichend: Der Disponent habe regelmäßige Stichproben durchzuführen. Sonst könnten Verstöße nur zufällig erkannt werden. Es habe daher an einer planmäßigen Kontrolle gefehlt. Das Gericht hat auch die Kontrollintensität bemängelt. Der Disponent wurde nur tätig, wenn ihm etwas auffiel. So sei es nur schwer möglich, verdeckte Mängel festzustellen. Die Entscheidung gibt wichtige Hinweise auf die Verantwortlichkeit von Fahrern, Haltern und deren Beauftragten (hier: des Disponenten).

Ladung darf nicht verrutschen
Für die Ladungssicherung verantwortlich ist zum einen der Fahrer. Seine Pflicht ergibt sich aus Paragraf 22 Absatz 1 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Der Fahrer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Ladung so verstaut und gesichert ist, dass sie "selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen" kann. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten, insbesondere VDI-Richtlinien zur Ladungssicherung oder Din-Normen. Lässt der Fahrer das Fahrzeug durch andere Personen beladen, ändert das an seiner Verantwortlichkeit nichts. Aber auch den Halter des Fahrzeugs trifft Verantwortung für die Sicherung der Ladung. Das ergibt sich aus Paragraf 31 Absatz 2 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Der Halter hat die Inbetriebnahme eines Fahrzeugs zu verhindern, wenn "ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass der Führer nicht zur selbständigen Leitung geeignet" oder Fahrzeug oder Ladung nicht vorschriftsmäßig sind. Die Pflichten des Halters und des Fahrers bestehen selbstständig nebeneinander. Jeder kann mit Bußgeldern belegt werden.

Halter muss für Vertretung sorgen
Bei vielen Unternehmen ist nicht der Halter selbst, sondern sind Mitarbeiter für die Überwachung der Beladung zuständig, etwa Disponenten. Solche Mitarbeiter sind nach Paragraf 9 Absatz 2 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) wie ein Halter verantwortlich. Ist der betreffende Mitarbeiter krank oder im Urlaub, muss der Halter einen Stellvertreter bestellen oder seine Pflichten wieder selbst wahrnehmen. Werden Halterpflichten auf Mitarbeiter übertragen, sollte zum einen genau dokumentiert werden, welche Aufgaben übertragen werden. Zum anderen sollte nachweisbar sein, dass der Mitarbeiter über ausreichende Qualifikation und Zuverlässigkeit verfügt. Die Qualifikation sollte immer wieder durch Schulungen "aufgefrischt", die Zuverlässigkeit immer wieder überprüft werden. Beides ist zu dokumentieren, um bei Verfahren Nachweise vorlegen zu können.

November 2017

Transportverbände appellieren an die Bundesregierung
Vier Verbände der Transport und Logistikwirtschaft BWVL, BGL, DSLV und AMÖ haben sich auf gemeinsame Forderungen an die Politik geeinigt. Güterverkehr und Logistik sind ihrer Ansicht nach tragende Säulen der deutschen Wirtschaft und Grundlage für den Wohlstand unserer Gesellschaft. Für den überwiegend mittelständisch geprägten Wirtschaftssektor sei es entscheidend, auch in Zukunft unter sicheren, fairen und verlässlichen Bedingungen arbeiten zu können. Für die künftige Bundesregierung sehen sie folgende Themen als wesentlich an:

Logistikstandort Deutschland stärken, Wettbewerbsfähigkeit sichern
Der Logistikstandort Deutschland muss weiter gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen im europäischen Straßengüterverkehr gesichert werden. Hierzu sind folgende Maßnahmen notwendig:
Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im europäischen Straßengüterverkehr durch kontrollierbare einheitliche europäische Regelungen, effektive Rechtsdurchsetzung und Kontrolle der Vorschriften unter verstärkter Nutzung digitaler Instrumente

Geltung der Markt- und Berufszugangsregelungen für alle Marktteilnehmer, die gewerblichen Güterkraftverkehr betreiben

Unbürokratische Ermöglichung dreiwöchiger Rundläufe in Europa mit anschließender Verpflichtung zur Rückkehr zum Heimatstandort

Konsequente Bekämpfung illegaler Anbieter (Schwarzarbeit)

Nachwuchsmangel offensiv angehen / Berufsbild des Kraftfahrers attraktiver machen
Der Nachwuchsmangel in der Transport- und Logistikbranche muss offensiv angegangen und die Branche dabei unterstützt werden, die Attraktivität des Berufsbildes Kraftfahrer zu steigern. Hierzu sind folgende Maßnahmen notwendig: Gezielte, an den Bedürfnissen der Kraftfahrer ausgerichtete arbeitsmarktpolitische Strategien Anpassung des gesetzlichen Rahmens zur Steigerung der Attraktivität der Berufsbilder in der Logistik und Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fahrer Verbesserung der Situation an den Laderampen durch Gewährleistung des Zugangs zu Sanitär- und Pausenräumen für Fremdpersonal

Dezember 2017

Mit dem ersten Spatenstich haben am Donnerstag die Arbeiten für den Neubau der A1-Rheinbrücke bei Leverkusen begonnen. Vertreter von Bund, Land und der betroffenen Städten gaben den Startschuss für den Neubau, für den seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Oktober Baurecht besteht. Neben der Brücke gehören zu dem ersten 4,5 km langen Bauabschnitt auch der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen-West und der Ausbau der A1 auf acht Fahrspuren.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur sagte: "Wir geben den Startschuss für das wohl bedeutendste Verkehrsprojekt in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren. Die A 1 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in Deutschland. Mit dem achtstreifigen Ausbau wird sie bald deutlich leistungsfähiger sein und damit die Mobilität in der Region erheblich verbessern.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst unterstrich, dass es „eine bestandskräftige Planung“ gebe und bedankte sich bei allen Beteiligten für die geleistete Arbeit: „Der Bund, die Bezirksregierung und Straßen.NRW haben mit ihrem Engagement das Projekt vorangetrieben. Die gute Zusammenarbeit werden wir sehr verantwortungsbewusst fortsetzen.“

Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek bestätigte die große Herausforderung für den Landesbetrieb Straßenbau NRW: „Wir wollen die Brückenhälften jeweils innerhalb von drei Jahren fertigstellen, das ist ehrgeizig. Mit den ausführenden Firmen haben wir deshalb Vertragsstrafen vereinbart, um den Zeitplan einzuhalten. Und wir wollen das alles auch bei fließendem Verkehr hinkriegen. Sperrungen sollen sich auf ein Minimum beschränken.“

Bereits im Jahr 2020 sollen auf dem ersten Teil der neuen Rheinquerung Autos und vor allem wieder LKW fahren können. Ende 2024 sollen die Arbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sein und den Verkehrsteilnehmern alle Fahrbeziehungen zur Verfügung stehen. Mit 740 Mio. EUR kalkuliert Straßen.NRW die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt. Die späteren Bauabschnitte umfassen den Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und dem Autobahnkreuz Leverkusen (A1/A3) und den Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. 

 

Januar 2018

Amazon will nach Mönchengladbach

Der Online-Händler Amazon kommt nach Mönchengladbach. Der digitale Riese plant den Bau eines neuen Logistikzentrums in Mönchengladbach. Die entsprechende Baugenehmigung wurde im vergangenen Herbst bei der Stadt beantragt, und wenige Tage vor Weihnachten wurde die Genehmigung auch erteilt.

Dies bestätigten mehrere mit den Vorgängen betraute Personen unserer Redaktion. Eine Amazon-Sprecherin in Rheinberg wollte dies gestern nicht kommentieren. Über die Höhe der Investition wurde zunächst nichts bekannt.

Für Mönchengladbach ist dies nach Zalando im Regiopark der nächste große Online-Händler, der ein Logistikzentrum in der Stadt betreibt. Amazon ist die Nummer eins im eCommerce mit in Deutschland zuletzt 13,4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016. Zahlen für 2017 wurden noch nicht veröffentlicht, sie dürften aber deutlich darüber liegen, wie die Quartalszahlen aus dem abgelaufenen Jahr nahelegen.

Nach Informationen unserer Redaktion sollen im Rheindahlener Gewerbegebiet an der Erkelenzer Straße mehr als 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, in Spitzenzeiten wahrscheinlich sogar noch mehr. Dies deckt sich auch mit den Zahlen, die Amazon über seine bisherige Logistik in Deutschland selbst bekannt gibt: Demnach arbeiteten im Jahr 2017 mehr als 12.000 festangestellte Logistikmitarbeiter in den elf Logistikzentren an zehn Standorten für den Online-Konzern.

Logistikzentrum mit "Amazon Robotics"?

Bei der Fläche handelt es sich um ein rund 110.000 Quadratmeter (dies entspricht der Größe von 15 Fußballfeldern) großes Areal. Eine Baustelle zur Erschließung mit Regenwasser- und Schmutzwasserkanal der NEW ist bereits eingerichtet. Gestern rollten dort Bagger. Das Areal ist im Besitz des Hamburger Logistikpark-Entwicklers Ixocon. Der war schon vor elf Jahren in Rheindahlen eingestiegen, um den ehemaligen Produktionsstandort für Textilmaschinen umzuwidmen.

Schlafhorst plante dort einst die "Fabrik der Zukunft", Europas modernstes Walzenwerk, scheiterte jedoch mit dem Vorhaben. Ende 2016 hat der Rat dann den Verkauf von weiteren knapp 60.000 Quadratmetern Fläche an das Unternehmen beschlossen. Im Zusammenspiel mit der Stadt wurden ein Bebauungsplan aufgezogen und ein städtebaulicher Vertrag geschlossen. Unterdessen ließ der Online-Riese schon eine "Amazon Logistik Moenchengladbach GmbH" ins Handelsregister eintragen.

Zahlreiche weitere Vereinbarungen etwa über die Erschließung des Geländes mussten getroffen werden und verzögerten das Projekt. Im Gladbacher Rathaus wurde mit Hochdruck an dem Bauantrag gearbeitet, der gerade noch fristgerecht beschieden wurde. Der Projekt-Entwickler wollte dies mit Verweis auf Amazon ebenfalls nicht kommentieren. Intern ist die Rede davon, dass das Projekt in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. "Wir sind sehr glücklich, dass das funktioniert", sagt ein Insider.

Möglicherweise wird dann auch eine neue Technologie zur Sprache kommen, die Amazon erst seit dem vergangenen Jahr in Deutschland einsetzt: "Amazon Robotics". Dabei handelt es sich um computergesteuerte Transportsysteme, die erstmals 2015 in Polen und 2016 in Großbritannien eingesetzt wurden. Im abgelaufenen Jahr war das neue Logistikzentrum in Winsen (Luhe) das erste in Deutschland, das mit der Technik ausgerüstet wurde. Dabei reduzieren Transportroboter die Laufwege der Mitarbeiter und "minimieren gleichzeitig die Prozessdurchlaufzeiten", so Amazon. "In einigen Fällen könnten Bestellungen innerhalb weniger Minuten verarbeitet werden, wo früher Stunden benötigt wurden."

Amazon ist konsequent auf Wachstum getrimmt. Noch vor einem Jahr war das Logistikzentrum in Rheinberg am Niederrhein (Größe: ebenfalls 110.000 Quadratmeter) das einzige in Nordrhein-Westfalen. Von diesem im Jahr 2011 eröffneten Standort wurden vor allem die Metropolen im Ruhrgebiet beliefert. Im vergangenen Jahr kam ein 50.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Dortmund hinzu, wobei es sich in diesem Fall um ein Umverteilungszentrum für 29 weitere Logistikzentren Amazons in Europa handelt. Ebenfalls im abgelaufenen Jahr eröffnete Amazon an seinem Standort in Werne ein neues Logistikzentrum mit modernster Ausstattung für 28 Millionen Euro.

Quelle: RP

Februar 2018

SIEGER DES IDEENWETTBEWERBS LOGISTIKIDS GEEHRT

 

Wie kommt das Brot in den Kindergarten und das Lieblingsshirt in den Schrank? Bei dem Wettbewerb sollen Grundschul- und Kindergartenkinder Logistik erklären.

Dortmund. Das Logistikcluster NRW, der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW sowie die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag wieder die LogistiKids ausgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fand auch 2017 wieder der Wettbewerb LogistiKids statt, an dem sich Vorschulkinder aus Kitas und Kindergärten im Alter von fünf bis sechs Jahren sowie Grundschulkinder im Alter von sechs bis elf Jahren beteiligen konnten. Die Preisverleihung fand am 30. Januar 2018 im Rahmen des „Jahresauftaktes in der Logistik“ durch Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, statt.

Malen, basteln, filmen, bauen…

Hinter dem Wettbewerb steht die Idee, Kinder für die Logistik zu begeistern. Ihre Aufgabe: Sie sollen selbst erklären, wie Logistik funktioniert. Bei den zu bearbeitenden Fragen wurde zwischen Vorschulgruppen und Grundschulgruppen unterschieden. Kindergärten/Kitas erhielten die Aufgabe „Vom Feld auf den Tisch: Wie kommt das Brot in unseren Kindergarten?“. Grundschulgruppen sollten beantworten: „Wie kommt mein Lieblings-T-Shirt in meinen Kleiderschrank?“. Bei der Beantwortung der Fragen waren der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt: malen, basteln, filmen, bauen ... alles war erlaubt und die Jury hatte es wohl schwer, aus den Fotobüchern, Dokumentarfilmen und Brettspielen die Besten zu ermitteln.

In der Gruppe der Grundschulen gewannen:

Städtische Tageseinrichtung für Kinder "Abenteuerland", Mülheim an der Ruhr - Platz 1

Grundschule Im Emscherbruch, Gelsenkirchen - Platz 2

Städtische Gemeinschaftsgrundschule Am Siedlerweg, Oberhausen - Platz 3

 

Die ersten drei Plätze bei den Kindergärten erreichten:

AWO Kindertagesstätte Am Dornbusch, Bochum - Platz 1

VKJ Familienzentrum "SimSalaGrim", Essen - Platz 2

AWO Kindertageseinrichtung "Heliosweg", Dortmund - Platz 3

Logistik-Mitarbeiter als Botschafter

Mit dem zum vierten Mal ausgelobten Ideenwettbewerb lernen Mädchen und Jungen im Vorschul- und Grundschulalter auf spielerische Weise die Welt der Logistik kennen. Botschafter des Wettbewerbs sind die Mitarbeiter der vielen Logistik-Unternehmen aus NRW: Sie waren aufgerufen, die Schulen und Kindergärten ihrer Kinder bei der Teilnahme am Ideenwettbewerb LogistiKids aktiv zu unterstützen.

Die kreativsten und innovativsten Vorschläge wurden von einer Expertenjury aus Unternehmensvertretern ausgewählt und prämiert. Zu gewinnen gab es für den 1. Platz 1000 Euro für den 2. Platz 700 Euro und für den 3. Platz 500 Euro sowie viele Sachpreise. Alle Preisträger wurden außerdem zu einer Besichtigung einer Paketzustellbasis der Deutschen Post eingeladen.

Quelle: www.verkehrsrundschau.de vom 02.02.2018

 

LOGIMAT: ROBOTER
MIT WAHRNEHMUNG

Das Münchner Start-up Magazino stellt auf der Logimat erstmals seinen neuen Roboter SOTO vor.

München. Autonome Technik zieht in den Lagerbereich ein. Magazino zeigt auf der Logimat (Halle 5, Stand D55) erstmals einen vollständig autonom agierenden Roboter, der mithilfe von 3-D-Kameratechnik Objekte wie Kartons von einer Förderstrecke greifen, auf einem Fahrzeug zwischenlagern, zum Zielort navigieren und dort die Kartons in Fachbodenregalen zielgenau ablegen kann. Die innovative Technik hört auf den Namen SOTO und ist nach Angaben seiner Erfinder der weltweit erste wahrnehmungsgesteuerte Roboter, der derartige Fähigkeiten vereint.

Vernetzt und lernfähig

Der Roboter ist in erster Linie in Distributionszentren der Fashionlogistik gedacht, kann aber auch in der Nachschubversorgung von Kleinladungsträgern in der Produktionslogistik zum Einsatz kommen. Die Vorteile laut Anbieter: ausgedehnte Betriebszeiten, Glättung von Auftragsspitzen sowie Reduzierung von Betriebs- und Prozesskosten. Hauptvorteil soll eine Entlastung der Mitarbeiter bei ergonomisch ungünstigen Aufgaben sein.

SOTO kann Objekte bis zu einer Größe von 60 x 40 x 40 Zentimetern handhaben. Über die Hubvorrichtung können Packstücke zu beiden Seiten in Greifhöhen von fünf Zentimetern bis 2,46 Metern aufgenommen und abgegeben werden. Laserscanner sollen für eine autonome Navigation und den sicheren Betrieb sorgen. Vernetzt über eine Cloud tauscht sich SOTO mit anderen Robotern über aktuelle Karten und Erfahrungen mit bestimmten Situationen aus. Dadurch können sie voneinander lernen und stetig besser werden. (gg)

Quelle: www.verkehrsrundschau.de vom 16.02.2018

 

Deutsche Bahn:
2018 fließen 9,3 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr so viel wie noch nie zuvor: „Mit der Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz. Wir steigern damit die Investitionen in diesem Jahr um 800 Millionen Euro“, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

Trotz steigendem Bauvolumen sollen die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten werden. „Mit dem bei DB Netz eingerichteten “Lagezentrum Bau“ haben wir es geschafft, die Auswirkungen auf die Bahnkunden deutlich zu verringern. So konnten wir 2017 die durch Baustellen verursachten Verspätungen gegenüber 2016 um zehn Prozent reduzieren“, erläutert Ronald Pofalla.

Die Investitionsoffensive der letzten Jahre zeigt Wirkung. So sind die Infrastrukturmängel seit Start des Modernisierungsprogramms in 2015 um fast 50 Prozent zurückgegangen. Auch bei den Brücken gab es einen Qualitätssprung: 2015 bis 2017 wurden bereits fast 380 Eisenbahnbrücken modernisiert. Der Zustand der Bauwerke hat sich kontinuierlich verbessert.

Im laufenden Jahr werden das Bestandsnetz und die Stationen weiter auf Vordermann gebracht. 5,5 Milliarden Euro stehen für die Erneuerung und Instandhaltung von 1.600 Kilometer Gleisen, über 220 Brücken und über 1.700 Weichen zur Verfügung. Für über 40 Neu- und Ausbaumaßnahmen sind 2,6 Milliarden Euro eingeplant. Außerdem werden mit rund 1,2 Milliarden Euro über 700 Bahnhöfe modernisiert.

Bundesweit starten 12 Baumaßnahmen in Großprojekten. Hinzu kommen 19 Inbetriebnahmen. Ronald Pofalla: „Für die Vielzahl an Baustellen – in Spitzenzeiten bis zu 800 am Tag – sind die Bündelung in über 100 Korridoren und ein professionelles Baumanagement unverzichtbar. Damit wir noch besser bauen können, stellen wir dieses Jahr 2.000 Mitarbeiter in baurelevanten Berufen ein.“

Auch in den folgenden Jahren werden enorme Summen in die Schieneninfrastruktur investiert und die Zahl der Baustellen bleibt konstant hoch. Gleichzeitig steigt die Nachfrage an Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. „Dies in Einklang zu bringen, ist eine Herkulesaufgabe und Chance für das gesamte System Schiene zugleich“, so Pofalla weiter.

Ziel der Bahn ist es deshalb, zukünftig deutlich kapazitätsschonender zu bauen als bislang. Bereits in diesem Jahr wird in ausgewählten Regionen damit begonnen, um im Jahr 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens zu steuern. Pofalla: „Wir wollen bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge fahren, als dies heute möglich ist.“

Quelle: www.mylogistics.net/ vom 16.02.2018

März 2018

Sicherheit durch automatisierte

Fahrfunktionen

 

2. DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge

Auf dem 2. DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge in Berlin haben Fachleute aus Politik, Industrie und Forschung die Potenziale innovativer Technologien rund um das Nutzfahrzeug diskutiert. Im Fokus der Vorträge und Podiumsgespräche standen unter anderem Themen wie Fahrzeugsicherheit, automatisiertes Fahren und intelligente Vernetzung.

Bis zum Jahr 2040 wird nach Angaben des jüngsten World Transport Reports der Prognos AG die Güterverkehrsleistung allein in Deutschland um 25 Prozent von rund 640 auf dann fast 860 Milliarden Tonnenkilometer steigen. Damit verbunden sind zahlreiche Herausforderungen für die Nutzfahrzeughersteller und die Zulieferindustrie sowie die gesamte Transport­ und Logistikbranche ebenso wie für Politik und Wissenschaft auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit.

Zukunft der Logistik
Seitens der Politik verwies der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Norbert Barthle auf das große Potenzial beim automatisierten und vernetzten Fahren. „Natürlich sind in erster Linie die Unternehmen gefragt, die Chancen der neuen Technologie zu ergreifen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, sagte Barthle. Aber die richtigen Rahmenbedingungen seien mindestens ebenso wichtig, weswegen das BMVI mit dem weltweit innovativsten Straßenverkehrsrecht für einen verlässlichen Rechtsrahmen für hoch­ und vollautomatisierte Fahrfunktionen gesorgt habe.

Der Präsident des Verbandes der Automobilindus­ trie (VDA), Matthias Wissmann, lobte die Nutzfahrzeughersteller und Zulieferer für ihren Anspruch, den Straßengüterverkehr mit innovativen Lösungen effizienter und noch sauberer zu machen. „Durch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Umgebung wird der Verkehr flüssiger und die Arbeit von Transportunternehmen erleichtert, erklärte Wissmann. Autonome Fahrfunktionen würden zukünftig auf der „letzten Meile“ eine wichtige Rolle spielen und alltägliche Aufgaben in der urbanen und industriellen Anwendung übernehmen. „Damit diese Innovationen greifen können, bedarf es aber auch einer engagierten Politik, die dem Einsatz von Zukunftstechnologien die passende Infrastruktur und einen rechtssicheren Rahmen zur Verfügung stellt, forderte der VDA­Präsident.

 

Sicherheitspotenziale durch automatisiertes Fahren
An beiden Kongresstagen standen die aktive Sicherheit und der Weg hin zum autonomen Fahren im Vordergrund.

„Die Automatisierung des Fahrens sehen wir als Expertenorganisation zuallererst aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit, betonte Wolfgang Linsenmaier, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH. Schließlich gehen nach wie vor fast 90 Prozent aller Straßenverkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurück.

„Hier bieten Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen ein großes Sicherheitspotenzial, indem sie Fehler des Menschen verhindern oder deren Folgen vermindern. In diesem Zusammenhang muss seiner Ansicht nach aber gewährleistet sein, dass die Systeme im Lauf der Entwicklung und im Rahmen der Typgenehmigung umfassend getestet und geprüft werden. „Zum anderen ssen die Systeme über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg zuverlässig funktionieren, also auch im Rahmen der Periodischen Fahrzeugüberwachung geprüft werden können.

 „Dank zahlreicher Helfer fahren moderne Lkw schon heute auf einem hohen Sicherheitsniveau, erläuterte Alexander Banerjee, Projektleiter Fahrerassistenz-systeme Nutzfahrzeuge bei ZF Friedrichshafen. Die Vision eines unfallfreien Fahrens vor Augen, hat der Technologiekonzern mit dem ZF Innovation Truck aktuelle Assistenzsyteme praxisorientiert weitergedacht. Die Ergebnisse sind der Highway Driving Assist (HDA), der versehentliche Spurwechsel verhindert, sowie der in Kooperation mit WABCO entwickelte Evasive Maneuver Assist (EMA) eine Technologie, die einen Lkw ausweichen und bremsen lässt. Darüber hinaus rangiert das Konzeptfahrzeug mit der autonomen Manövrierfunktion SafRange selbstständig an die Laderampe.

 „Seit vielen Jahren arbeiten wir an der Vision vom unfallfreien Fahren, unterstrich Dr. Andreas Schwarzhaupt, Senior Manager Driver Assistance Systems and Automated Driving bei der Daimler AG, die Sicherheit als ein Kernthema des Unternehmens. Mit dem Notbremsassistent Active Brake Assist 4 mit Fußgängererkennung und dem Abbiegeassistent habe Mercedes­Benz Lkw bereits zur IAA 2016 zwei neue Assistenzsysteme auf die Straße gebracht, mit denen die schwächsten Verkehrsteilnehmer, also Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger, besser geschützt werden können. Der Active Brake Assist 4 reagiere auch auf Personen, die zu Fuß unterwegs sind, und könne eine Teilbremsung durch­ führen. Der Abbiegeassistent erkenne beim Richtungswechsel an Kreuzungen Fußgänger und Fußgängerinnen sowie Radfahrende und warne optisch und akustisch vor einer Kollision.

 

Illegale Preisabsprachen: Reedereien erhalten Kartellstrafe in Millionenhöhe

Unter fünf Reedereien gab es beim interkontinentalen Seetransport von Fahrzeugen jahrelang illegale Preisabsprachen. Gegen vier der beteiligten fünf Unternehmen wurde jetzt eine Millionenstrafe verhängt.


© Lars Christensen / shutterstock.com

Zwischen Oktober 2006 und September 2012 kam es beim interkontinentalen Seetransport von Fahrzeugen zu illegalen Preisabsprachen. Die betroffenen Unternehmen die chilenische Reederei CSAV, die japanischen Reedereien K Line, MOL und NYK sowie die norwegisch-schwedische Reederei WWL-EUKOR haben ihre Kartellbeteiligung bereits zugegeben und wurden jetzt von der Europäischen Kommission zu einer Millionenstrafe verurteilt. Insgesamt müssen 395 Millionen Euro gezahlt werden. Die größte Strafe hat dabei WWL-EUKOR mit rund 207 Millionen Euro erhalten, dahinter folgen NYK mit 142 Millionen Euro, K-Line mit 39 Millionen sowie CSAV mit 7 Millionen Euro Geldbuße. Einzig das Unternehmen MOL kam als Kronzeuge glimpflich davon und muss keine Geldstrafe fürchten. Da sich alle betroffenen Unternehmen einsichtig zeigten und einem Vergleich zustimmten, wurden die Strafen um zehn Prozent reduziert.

 

Kartell beeinflusste Markt des internationalen Hochseetransports
Die unlauteren Absprachen zwischen den Schifffahrtsunternehmen betrafen den "Markt für den Hochseetransport neuer Pkw, Lkw und anderer grer Fahrzeuge wie Mähdrescher und Traktoren auf verschiedenen Strecken zwischen Europa und anderen Kontinenten", wie die  Verkehrsrundschau schreibt. Dabei gab es Auswirkungen für die europäischen Kfz-Hersteller als auch für Fahrzeugimporteure und Endkunden. 2016 wurden insgesamt knapp 10 Millionen Fahrzeuge importiert und exportiert, gut die Hälfte wurden von den mit Kartellvorwürfen betroffenen Unternehmen befördert.

 

Absprachen zwischen Bar und Büro
Wie die EU-Kommission herausgefunden hat, standen die Verkaufsleiter der beschuldigten Unternehmen im regelmäßigen Kontakt, trafen sich dabei in Büros aber auch in Bars, Restaurants oder bei Veranstaltungen. Bei diesen

Gelegenheiten soll man sich untereinander hinsichtlich der Preise geeinigt haben, tauschte vertraute Geschäftsinformationen aus und teilte Kunden auf. Aerdem verständigten sich die Reedereien auf einen Status quo am Markt und gaben bei Ausschreibungen entweder keine oder überhöhte Angebote ab, um Zusammenarbeiten zwischen den anderen Unternehmen und langjährigen Kunden nicht zu gefährden.

 

https://www.logistik-watchblog.de/unternehmen

 

 

April 2018

KEP: Präzision könnte Milliarden sparen

Genauere Adressdaten könnten Logistikkosten und Umweltbelastung reduzieren.


Wäre mit einer genaueren Adressinformation schneller am Ziel: Der KEP-Dienst für die Letzte Meile. Das besagt zumindest eine Studie aus Großbritannien. (Symbolbild: Kadmy/Fotolia)

Mit einer höheren Präzision der Adressdaten könnten Lieferungen weltweit bis zu 29 Prozent effizienter sein und Logistikkosten in Höhe von 55, 83 Milliarden Euro jährlich sparen. Bis 2020 könnten die Kosten für die Letzte Meile weltweit sogar um mehr als 172 Milliarden US-Dollar reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des britischen Adresssystemanbieters What3words.

Drei Worte statt herkömmlicher Adresse

Möglich soll das dem Unternehmen zufolge durch die stringente Nutzung von Drei-Wörter-Adressen anstatt herkömmlicher Straßennamen sein. Dazu hat der Anbieter nach eigenen Angaben den Globus in 57 Billionen Quadrate mit einer Seitenlänge von drei Metern eingeteilt und jedem dieser Quadrate eine eindeutige Drei-Wörter-Adresse zugeordnet.

Effizienzsteigerung auf der letzten Meile

Vor allem auf der sogenannten letzten Meile könnte dieses Vorgehen die Liefereffizienz laut What3words deutlich erhöhen. Wie in der Befragung herauskam, mache die letzte Meile bis zu 55 Prozent der Arbeitskosten beim Versuch aus, den richtigen Lieferort zu finden, was globalen Aufwendungen von 192,5 Milliarden US-Dollar für die Logistikwirtschaft entspricht. Zudem würde die mangelnde Präzision bei Adressen in Deutschland dazu führen, dass 73 Prozent der Lieferfahrer Probleme haben, eine Privat- oder Geschäftsadresse zu finden. In mehr als einem Viertel der Fälle müssen die Lieferfahrer weitere Informationen anfordern, um den genauen Lieferort zu eruieren.

Weniger Kohlendioxid

Wie die Autoren der Studie außerdem mitteilten, könnte die Nutzung von Drei-Wörter-Adressen allein für das laufende Jahr die Freisetzung von 54 Millionen Kilogramm Kohlendioxid verhindern.

Quelle: https://www.logistik-heute.de

Mai 2018

Letzte Meile: Mit dem Dreirad durch Dortmund

Speziell für kleine Sendungen gedacht ist der eScooter, den GLS Germany in der Dortmunder Innenstadt einsetzt. Geladen werden kann das Fahrzeug an einer gewöhnlichen Steckdose.


In einem Testlauf stellt GLS Germany ab sofort Pakete in der Dortmunder Innenstadt mit einem eScooter zu. Das Dreirad ist mit seiner Ladekapazität von 750 Litern geeignet für die Zustellung kleiner Pakete und soll dabei trotz der Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h nahezu geräuschlos sein.

GLS will in der City-Logistik auf den zielgerichteten Einsatz spezialisierter Fahrzeuge setzen, so das Unternehmen. Je nach Lage des Depots, der Geographie vor Ort und dem Paketvolumen setzt der Paketdienstleister konventionelle und eVans, eBikes und nun auch eScooter ein. Die Fahrzeuge benötigen keinen Stellplatz in der Dortmunder Innenstadt, so GLS. Denn das Depot ist nur drei Kilometer entfernt. Zum Nachladen der Pakete fährt das Fahrzeug mindestens einmal pro Tag wieder ins Depot zurück.

Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern habe das eScooter-Modell Tripl des dänischen Herstellers EWII genug Strom für eine ganze Tour. In der Testphase will GLS den Einsatz des eScooters für die ideale Anzahl an Stopps und zugestellten Paketen optimieren. Das Fahrzeug werde nachts im Depot untergestellt und wieder vollständig aufgeladen. Eine handelsübliche Haushaltssteckdose reicht laut GLS dafür aus.

„Umweltfreundliche Zustellmethoden werden immer wichtiger. Der eScooter ermöglicht uns, die letzte Meile weiter zu optimieren und die City-Logistik breiter aufzustellen“, erklärt Martin Seidenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der GLS Germany.

Quelle: https://www.transport-online.de/

 

Aktuelles Urteil: Verstoß gegen Sonntagsfahrverbot

Wer gegen das Sonn- und Feiertagsverbot verstößt, riskiert, dass er als Strafe den Frachtbetrag für die gesamte Strecke zahlen muss – unabhängig davon wie lang und durch wie viele Länder.

Während einem grenzüberschreitenden CMR-Transport war der Fahrer eines Transportunternehmers in Deutschland in eine Verkehrskontrolle gekommen. Es stand fest: Er hatte gegen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot verstoßen. Vor Gericht gab es Streit über die Höhe des Verfallsbetrages, die der Transportunternehmer zahlen sollte. Er war der Meinung, dass er den Frachtbetrag zahlen müsse, der sich rechnerisch auf den Streckenteil in Deutschland ergebe, jedoch nicht auf den gesamten Transport bis nach Spanien. Der Bundesgerichtshof (BGH) teilte die Auffassung des Transportunternehmers nicht. Er verurteilte ihn, den gesamten Frachtbetrag in Höhe von 2.300 Euro zu zahlen. Nach § 29 a Ordnungswidrigkeitengesetz seien die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, die gesamte Fracht als Verfallsbetrag zu erklären. Die ersparten Genehmigungskosten seien auch nicht zur Minderung des Verfallsbetrages zu berücksichtigen, so der BGH. Außerdem begründete der BGH seine Auffassung damit, dass der Transportunternehmer seine Fracht nicht nur für einen bestimmten Streckenteil erhalte, sondern letztlich für die Ablieferung der Ladung beim Empfänger.  

Quelle: https://www.transport-online.de/

 

 

 

Juni 2018

US-Frachtriese UPS entert von Duisburg aus die Seidenstraße

Pünktlich zu Merkels Staatsbesuch in Peking verkündet der US-Transporteur UPS einen neuen China-Service auf der Zugstrecke ab Duisburg.

Den Termin hätte sich der US-Fracht- und Express-Riese UPS (Umsatz 2017: 66 Milliarden Dollar) besser kaum aussuchen können. Pünktlich zum Staatsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking verkündeten die Amerikaner, ihr Frachtangebot auf der Zugstrecke von Duisburg nach China mit neuen Dienstleistungen massiv auszubauen.

Die mehr als 10.000 Kilometer lange Bahnstrecke, die im ostchinesischen Chongqing endet, elektrisiert seit ihrem Start im März 2011 vor allem deutsche Logistikkonzerne.

Nun will sie auch der in Atlanta residierende UPS-Konzern für Firmenkunden aus dem Handel nutzbar machen, indem er ihnen die Zollformalitäten auf dem Bahntransportweg abnimmt. Zudem bietet UPS einen Abzweig nach Hongkong.

War es zunächst nur der Duisburger Hafenbetreiber Duisport, der zusammen mit der Bahn-Spedition DB Schenker für eine allwöchentliche Verbindung sorgte, mischen inzwischen zahlreiche Wettbewerber mit.

Allein die Osnabrücker Spedition Hellmann will in diesem Jahr rund 100 Züge mit jeweils 60 Containern auf die Reise schicken, Wettbewerber Kühne + Nagel bietet seit kurzem wöchentliche Abfahrten von den Terminals Duisburg und Hamburg – mit den Zielbahnhöfen Wuhan, Chongqing, Zhengzhou und Chengdu. Dabei misst die Nordroute über Sibirien 12.920 Kilometer, die Südstrecke über Kasachstan 10.320 Kilometer.

Seit dem Start 2011 haben die für den Transport eingeschalteten Bahnbetreiber, darunter die Deutsche Bahn, erheblich aufs Tempo gedrückt. Trotz zweifachem Spurwechsel – die russischen Schienen besitzen einen größeren Abstand voneinander – schafft der „Yuxinou“, wie Chinesen den Güterzug nennen, die Strecke inzwischen in zwölf Tagen. Zu Beginn waren es 16 bis 18.

Transport ist zwar langsamer, dafür aber günstiger

Damit ist der Transport zwar immer noch langsamer als mit dem Flieger, für verladene Unternehmen jedoch deutlich günstiger. Der US-Konzern UPS verspricht hier Kosteneinsparungen von bis zu 60 Prozent.

Noch billiger ist allein der Seeweg. Für ihn benötigen Containerschiffe allerdings 40 Tage. Per Bahn, verspricht UPS, sei die Verbindung nach Hongkong um 30 Prozent schneller.

Wirklich kostendeckend fährt der Chinazug freilich noch nicht. Der Grund: Die Container, die vor allem mit Elektronik von Hewlett-Packard (HP) oder Acer westwärts auf die Reise gehen, kommen nur zur Hälfte gefüllt zurück. Zu Beginn waren die Züge Richtung China sogar nur zu einem Viertel gefüllt.

Dass die Zug-Kapazitäten inzwischen besser genutzt werden, ist Verladern wie dem Automobilhersteller BMW zu verdanken. Er lässt seine 1er-Reihe von Leipzig aus in Einzelteilen per Zug nach China transportieren lässt. Den Logistikvertrag mit Schenker haben die Münchener neulich erst verlängert. Auch zahlreiche deutsche Maschinenbauer nutzen den die Gleise.

Zugute kommt den Spediteuren, dass Pekings Staatsregierung den Transport mit eigenen Mitteln finanziell unterstützt. Insgesamt investierten die Chinesen – samt Infrastruktur – in die neue Seidenstraße bereits gut 900 Milliarden Euro.

Entsprechend rasant wächst das Geschäft. Gingen 2015 gerade mal 30.000 Container auf die Reise, waren es laut Deutscher Bahn im Jahr danach schon 40.000. Ab 2020 sollen es jährlich mindestens 100.000 sein.

Die Aussichten, das Ziel zu erreichen, sind gut. Um rund 50 Prozent werde der Containerumschlag dieses Jahr zulegen, kündigte Duisport-Chef Erich Staake vor wenigen Tagen an.

Die Duisburger treiben die Entwicklung dabei selbst voran. So siedelten sie zuletzt nicht nur chinesische Firmen wie den Autozulieferer Nanjing High Accurate Equipment im Duisburger Hafen an.

Quelle: www.handelsblatt.com

 

Fünf Faktoren wirken auf den Logistik-Markt

  

Auf ihrem Frühjahrsgipfel haben die Logistikweisen fünf Themenfelder identifiziert, die sie im Herbst genauer analysieren und quantifizieren werden. Ziel ist eine möglichst exakte Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2019.

 

1. Innovationen 

Organisation und  Kultur entscheidend

Unter Innovationen fassen die Logistikweisen IT-Sicherheit, Stand und Verständnis der Digitalisierung, das Ausrollen reifer digitaler Technologien, Datenmanagement, Robotik und künstliche Intelligenz sowie Innovationsmanagement und Innovationskultur. Ebenso gehören thematisch dazu neue Geschäftsmodelle sowie ein sich änderndes Wettbewerbsumfeld.

Insbesondere für den Logistikmittelstand ist eine Wissensvermittlung und ein Know-how-Aufbau zum Thema Digitalisierung unbedingt notwendig, um Digitalisierung für sich als Wettbewerbsfaktor zu nutzen. Es reicht nicht, in Start-ups oder neue Geschäftsmodelle nur finanziell zu investieren – ein Unternehmen muss auch organisatorisch, kulturell und strategisch dafür bereit sein, um daraus einen Erfolg zu generieren.

Eine der Leitfragen lautet, ob 2019 die Werkzeuge und Geschäftsmodelle den Reifegrad erreicht haben, um einen messbaren Effekt auf die Logistikentwicklung auszuüben. Dabei spielt die Investitionsaktivität eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist eine grundsätzliche Frage, welchen Marktanteil neue Geschäftsmodelle den traditionellen abnehmen werden. Und schließlich sind die Rahmenbedingungen seitens der Unternehmen und der Politik zu bewerten, damit der Logistikstandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.

2. Öffentliche Kapazitäten

Mehrere  Bremseffekte

Zum Themenfeld öffentliche Kapazitäten gehören Infrastruktur, Investitionen, regulatorischer Druck, Urbanisierung und die Versorgung von Metropolregionen sowie die Gefahr von Restriktionen. Ferner spielen Interessengruppen und deren Einflussnahme auf Politik und gesellschaftliche Willensbildung eine wichtige Rolle.

Obwohl sich das Image der Logistik verbessert und das Bewusstsein der Bevölkerung wie auch der Wirtschaft für die Relevanz und die Notwendigkeit der Logistik zunimmt, wird der wachsende Einfluss von Bürgern und Interessengruppen auf Projektvorhaben zunehmend zur Wachstumsbremse. Das Dilemma ist, dass zugleich die Infrastrukturen am Limit ihrer Leistungsfähigkeit sind. Als negative Folge sehen die Logistikweisen Engpässe für den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland.

Zwei entscheidende Fragen stehen damit zur Debatte: Können die öffentlichen Investitionen in jegliche Infrastruktur den Bedarf der Logistik in 2019 ausreichend decken? Führen die politischen Entscheidungen zu einer Bremswirkung? Die Logistikweisen werden aber auch mögliche Kompromisse erörtern hinsichtlich der zunehmenden Logistiknachfrage und der Grenzen der Infrastruktur.

3. Personal 

Aus- und Weiterbildung trifft nicht mehr die Anforderungen

Die Logistikweisen werden bei ihrem Herbsttreffen auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt beleuchten. Aspekte dabei werden Fachkräftemangel, Qualifikation und Integration, Personalentwicklung und -gewinnung sowie Arbeitswelten und Rollenprofile sein.

Es fehlen generell nicht nur ausgebildete Fachkräfte. Es zeichnet sich mit den zu erwartenden Veränderungen in der Logistik – die beispielsweise durch die Digitalisierung angestoßen werden – auch ab, dass die Form und die Inhalte der Aus- und Weiterbildung die künftigen Anforderungen nicht mehr treffen, so lautet die Einschätzung der Logistikweisen. Vor allem vor dem Hintergrund der notwendigen Integration von fremdsprachigem Personal sind alternative Möglichkeiten zur Qualifizierung zu bedenken. Die traditionellen Tätigkeitsbeschreibungen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich werden sich auch dann wandeln, wenn zum Beispiel der klassische Kommissionierer nicht durch Automatisierung oder der traditionelle Spediteur nicht durch Plattformen oder sonstige digitale Anwendungen ersetzt wird.

Eine Kernfrage für 2019 ist, ob es der Politik und den Unternehmen gelingt, wirkungsvolle Maßnahmen einzuleiten, um den Fachkräftemangel zu mildern. Dabei sind mögliche Änderungen in der Arbeitswelt und deren Einfluss auf die Logistikwirtschaft zu berücksichtigen.

4. Kapazität der Unternehmer 

Kapazitätsmangel geht alle an

Die Kapazitäten der Unternehmen sind ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Zwei Aspekte dabei, die die Logistikweisen analysieren, sind eine mögliche Entschleunigung der Belieferung sowie neue Möglichkeiten der Kooperation innerhalb der verladenden Wirtschaft in Bezug auf LKW-Kapazität.

Derzeit ist es an vielen Stellen der Wirtschaft zu spüren. Es gibt einen Mangel an Kapazitäten jeglicher Art. Zahlreiche digitale Lösungen versprechen zwar Abhilfe gegen den Kapazitätsmangel. Dennoch können während einer Zeit der boomenden Wirtschaft und erfreulicher Binnennachfrage die Lücken zwischen den vorherrschenden spezifischen Anforderungen der Nachfrage an das Equipment, die Zeit oder den Preis nicht durch die vorliegenden Angebote bedient werden.

Ob interne oder externe, ob öffentliche oder private Kapazitäten – sie geraten an vielen Orten und zu vielen Zeiten aufgrund von Nachfragespitzen an ihre Grenzen. Statt übereinander sollte miteinander gesprochen werden, damit die Spitzen durch Entschleunigung, Verteilung oder gemeinsame Nutzung ausgeglichen werden können.

Der Kapazitätsmangel könnte 2019 das Wachstum der Logistikwirtschaft bremsen. Effekte auf die Preise werden von den Logistikweisen für die nächste Prognose diskutiert.

5. Welthandel

Kleine Störungen mit großer Wirkung

Die Auswirkungen der Änderungen im Welthandel auf die deutsche Logistikwirtschaft sind sicherlich schwer zu kalkulieren, zumal immer unvorhersehbare Ereignisse neue Rahmenbedingungen schaffen. Selbst die konkreten Folgen des sicheren Brexits im kommenden Jahr lassen sich nicht vollumfänglich quantifizieren. Hinzu kommen als Einflüsse – außer der weltwirtschaftlichen Entwicklung insgesamt – Handelskonflikte, geopolitische Unsicherheiten, Protektionismus und regionale Instabilitäten.

Nach Einschätzung der Logistikweisen ist die „vorherrschende Konfrontation der Welt- und Regionalmächte ein Damoklesschwert für die Entwicklung der Logistik“. Die weltpolitische Situation ist an vielen Stellen fragil und damit nicht vorhersehbar. Kleine Störungen im Gefüge können eine große Wirkung haben. Der sich abzeichnende Hang zu Protektionismus werde nicht nur eine Veränderung der grenzüberschreitenden Wirtschaftsströme nach sich ziehen, „sondern maßgeblichen Einfluss auf die Binnennachfrage haben“, sind die Experten überzeugt.

Im Zusammenhang mit globalen Handelsströmen wird von den Experten die künftige Bedeutung von Freihandelsabkommen diskutiert werden. Zudem ist die Entwicklung der Binnennachfrage auf die Logistikkonjunktur 2019 zu berücksichtigen.

Quelle: https://www.dvz.de/rubriken/logistik.html

 

 

Juli 2018

Stichtag: Lkw-Maut ab sofort auch auf den Bundesstraßen fällig

Pünktlich zum 01. Juli ist die neue Mautpflicht für Lkw gestartet. Ab sofort müssen alle Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auch auf den Bundesstraßen in ganz Deutschland Mautgebühren verrichten.

„Die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen kann pünktlich starten“ – Mit diesen Worten wandte sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit. Seit gestern, dem 01. Juli 2018, ist es nun auch so weit: Ab sofort sind für alle Lkw ab 7,5 Tonnen auch die rund 52.000 Kilometer Bundesfernstraßen in ganz Deutschland mautpflichtig. Wie Transport-Online schreibt, sind von den neuen Gebührenregelungen rund 30.000 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen betroffen.

„Künftig fließen in den Jahren 2018 bis 2022 jährlich durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro Mauteinnahmen, die wir in moderne und sichere Straßen in ganz Deutschland investieren. Das sind jährlich rund 2,5 Milliarden mehr als bisher. Davon profitieren nicht nur unsere Unternehmen, die auf eine leistungsstarke Infrastruktur angewiesen sind, sondern auch alle Autofahrer“, so der Bundesverkehrsminister in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Kontrollsäulen überprüfen vorbeifahrende Fahrzeuge.
Ob Unternehmen ihrer Mautpflicht nachkommen, werden künftig von Kontrollsäulen überprüft. Die 600 blau/grün gekennzeichneten Säulen sind rund vier Meter hoch und überprüfen alle vorbeifahrenden Fahrzeuge, ob bei ihnen die Mautpflicht zutrifft und ob die entsprechende Gebühr ordnungsgemäß bezahlt wurde. Nach wie vor muss die Maut vor Beginn der Fahrt entrichtet werden und lässt sich laut Toll Collect am komfortabelsten über das automatische Einbuchungssystem vollziehen.

Quelle: Logistik-watchblog

 

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