Logistik Trainingszentrum LTZ

LTZ Nießen Im Taubental 54 41468 Neuss 02131 29857-0


Aktuelles



Viel Erfolg zur Meisterprüfung

  Info


Es sind noch Plätze frei! Fachstufe 1

  Info


IHK Mittlerer Niederrhein Bestenehrung 2018

  Info


Prüfungsvorbereitung in der Logistik!
Fachlagerist/in
Fachkraft für Lagerlogistik

 

Es sind noch Plätze frei!

 Info


Willkommen im Team!

 Lea Miskeska


Prüfungsvorbereitung Winter 2018/2019

 Termine


Das LTZ besucht den Duisburger Hafen

 Bilder


IHK Lossprechung Sommerprüfung 2018 Lagerwesen

 Bilder


Geprüfter Logistikmeister in Vollzeit(IHK)

 Info


Neue Maßnahme Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung (IHK)

 Info


Neue Maßnahme Technischer Betriebswirt (IHK)

 Info


Willkommen im Team

 Neuer Dozent


Winterprüfung 2017/2018

 Gratulation

 

Spendenaktion

 Neusser Tafel


Herzlichen

Glückwunsch!

 Bestenehrung IHK


Herzlichen

Glückwunsch!

 Kammerbester









Partner




Zertifiziert


News Logistik

 
 

Juli 2017

Neuheiten  der Verkehrsmittel   ab 2018

Der Lkw-Hersteller   MAN  und das österreichische Konsortium  Council für nachhaltige Logistik  (CNL)  haben sich auf die gemeinsame Entwicklung und Erprobung vollelektrisch angetriebener Lkw verständigt. 

Bereits  Ende 2017  sollen neun vollelektrisch   angetriebene  MAN Verteiler-Lkw   von verschiedenen   Lebensmittelhändlern, einer Brauerei, dem Automobilhersteller Magna Steyr sowie drei Logistikunternehmen im Alltagseinsatz   getestet  werden.  Die Fahrzeuge  werden  am MAN-Standort Steyr produziert. 

Serienproduktion  soll 2021 starten 

Die Ergebnisse  der Erprobungsfahrten   fließen in eine anschließende  Serienentwicklung  ein. Ab Ende  2018 ist die Fertigung  einer ersten Kleinserie  am Standort  Steyr geplant, Anfang 2021  startet MAN  die Serienfertigung   von Elektro-Lkw   für den städtischen Verteilerverkehr. Ab Ende  2019 wird MAN  zudem  mit der Serienproduktion  vollelektrisch   angetriebener Stadtbusse  beginnen  und damit einen weiteren  wichtigen Beitrag  zur Abgas-  und Geräuschreduzierung in Ballungszentren leisten.

August 2017


Fachkräfte: Bei der Talentsuche hinten dran
Wirtschaftszweig Logistik vernachlässigt laut DHL Talentförderung.


Mehr als ein Drittel der Unternehmen, die weltweit in der Logistikindustrie tätig sind, vernachlässigen die Nachwuchssicherung und investieren zu wenig Ressourcen in die gezielte Entwicklung eigener Mitarbeiter. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „The Supply Chain Talent Shortage: From Gap to Crisis“, die kürzlich von der Deutschen Post DHL veröffentlicht wurde.

Nachwuchs steigert Wettbewerbsfähigkeit

Dabei sei die rechtzeitige und kontinuierliche Gewinnung von jungen Talenten ein großer Wettbewerbsvorteil, wie die Autorin der Studie, Lisa Harrington, Präsidentin der Iharrington Group, im Rahmen der Erhebung betont. So würden aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen mit gutem Talentmanagement ihren Umsatz 2,2 beziehungsweise 1,5-mal so schnell steigern konnten wie Firmen, die nicht oder nur wenig in Nachwuchs investieren. „Führende Unternehmen wissen, dass ihre Supply Chains – und die dafür verantwortlichen Mitarbeiter – einen unverzichtbaren Beitrag zu ihrem profitablen Wachstum leisten“, so Harrington. „Für die Unternehmen wird es aber immer schwieriger, Nachwuchskräfte zu finden, die über die nötigen Kompetenzen verfügen, um diese hochkomplexen Prozesse zu steuern. Das gilt insbesondere für die mittleren und höheren Führungsebenen. Marktteilnehmer, die dieses Problem nicht erfolgreich adressieren, riskieren ihre globale Wettbewerbsfähigkeit.“

Talentlücke wächst

Die Gründe für die wachsende Talentlücke und die Schwierigkeiten vieler Unternehmen Logistiknachwuchs zu generieren sind aus Sicht der DHL-Studie unterschiedliche:

Neue Anforderungen: Der ideale Mitarbeiter verfügt heute sowohl über taktische und operative Expertise als auch über professionelle Kompetenzen wie Analysefähigkeiten. 58 Prozent der Unternehmen geben an, dass diese Kombination nur schwer zu finden ist. Die Nachwuchskräfte von morgen müssen aber auch erstklassige Führungskompetenzen, strategisches Denken, Innovationsstärke und allgemeine analytische und technische Qualifikationen mitbringen.
Alternde Belegschaft: Bis zu einem Drittel der derzeit in der Logistikwirtschaft beschäftigten Fachkräfte steht kurz vor dem Rentenalter oder hat dieses bereits erreicht.
Fehlende Mitarbeiterentwicklung: Ein Drittel der befragten Unternehmen hat keine Schritte unternommen, um einen Talent-Pool aufzubauen oder seine künftige Talent-Pipeline zu füllen.
Verbesserungswürdiges Image von Supply-Chain-Berufen: Die Logistikindustrie hat weiter damit zu kämpfen, dass andere Bereiche ein höheres Ansehen genießen und vermeintlich bessere Karrierechancen bieten. Dadurch zeigen die Jobsuchenden von morgen kaum Interesse an einer Tätigkeit in diesem Wirtschaftszweig.

Anreize schaffen

Nach DHL-Angaben skizziert die Studie neben den Ursachen zahlreiche Ansätze, um die Talentlücke zu schließen. So werden etwa klar strukturierte Karrierepfade, ein Bekenntnis zur professionellen Weiterentwicklung der eigenen Supply-Chain-Mitarbeiter sowie eine konkurrenzfähige Vergütung empfohlen, um Talente im Unternehmen zu halten. Die Betonung von Aufgaben, die sich um das Verständnis künstlicher Intelligenz, Robotik und audiovisueller Technologien drehen, könnten aus Sicht der DHL dagegen helfen, Nachwuchskräfte zu gewinnen. Diese Jobaspekte seien attraktiv für eine jüngere Generation und könnten dazu beitragen, das Image der Logistik zu verbessern, so ein der Konzern.

Neu im Programm: Lastenräder

Bei der Fahrt mit dem auch für Kurierdienste konzipierten Lastenbike unterstützt ein Elektromotor. Das Fassungsvermögen des Lastenrades sei vergleichbar mit dem Kofferraumvolumen eines Kompaktklassefahrzeuges, teilte Sortimo mit. Die darin verbaute patentierte Neigetechnik ermögliche auch in beladenem Zustand eine hohe Kurvengeschwindigkeit. Als weiteren Vorteil nennt das auf Fahrzeuginneneinrichtungen spezialisierte Unternehmen, dass für den Betrieb des Rads keine Zulassung oder Fahrerlaubnis nötig sei.

Sotimo, die das Lastenrad in Kooperation mit HNF Heisenberg, einem Unternehmen das sich der Entwicklung von elektromotorisch unterstützten Fahrrädern widmet, und entwickelt haben, übernehmen für Flottenkunden das Projektmanagement hinsichtlich individueller Anpassungen, Schulungskonzepten und Servicepaketen. Auch bei der Beantragung von Fördergeldern steht das Unternehmen den Kunden beratend zur Seite.

September 2017

Logistik ist "fast durchdigitalisiert"

Deutschland ist Weltmeister im Bereich „Logistik“. Das soll auch so bleiben. Zumindest wenn es nach dem Willen von Branchenführern wie der in Langenbach ansässigen Firma IQS (International Quality Service) und des eigens dafür ins Leben gerufenen Fördervereins „Logistic Alliance Germany“ (LAG) geht. Das machten die Verantwortlichen beim Jahresnetzwerktreffen des etwa 70 Mitglieder zählenden Vereines deutlich.

Langenbach – als prominente Befürworterin, den Logistik-Standort Bayern zu stärken und auszubauen, stellte sich die parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Verkehr, Dorothee Bär, heraus. Beim Jahresnetzwerktreffen warb sie dafür, die Logistik nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland weiter voranzutreiben. Die LAG könne einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Logistik, die nach der Autoindustrie und dem Handel die drittstärkste Kraft darstelle, ihren Stellenwert behauptet und ausdehnt, gab Bär zu verstehen. Aus siebzig LAG-Mitgliedern, die sich dafür einsetzen, „dass der Logistik-Sektor weiter wachsen kann“, sollten möglichst bald 100 werden, wie Bär betonte. Automobil-Industrie und Handel wären nämlich „nichts ohne Logistik“. Es gebe sehr globale Prozessketten und ein sehr dynamisches Umfeld, deshalb werde die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch untereinander immer wichtiger für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Die Bundesregierung habe die LAG nicht umsonst ins Leben gerufen, machte Bär deutlich. Die Logistik sei definitiv auf dem richtigen Weg bei der Digitalisierung, fast „durchdigitalisiert“ sei sie, sagte Bär und wies auf eine große Offenheit für Innovationen bei den Firmen hin.

Dass die Digitalisierung eine immer größe Rolle spielt, stellte auch IQS-Geschäftsführer Marc Oedekoven bei seiner Präsentation fest – etwa mit dem Hinweis auf autonom fahrende Busse und Lkw. Besonders hervorgehoben hat Oedekoven auch die von IQS „vielfach weiter entwickelten Spezialcontainer“ für den Transport von Autos, Prototypen oder Oldtimern. Alexander Fischer

Oktober 2017

Ladungssicherheit
Rund drei Viertel aller LKW-Ladungen auf deutschen Straßen sind nach Expertenschätzungen nicht ausreichend gesichert. Polizeikontrollen bringen es oft an den Tag. Die Bußgelder werden dann längst nicht mehr nur gegen die Fahrer verhängt, sondern mehr und mehr auch gegen Halter: Sie müssen in der Regel bis 270 EUR zahlen und oft noch die Gewinnabschöpfung (Paragraf 17 Absatz 4 Ordungswidrigkeitengesetz). Damit soll der wirtschaftliche Vorteil abgeschöpft werden. Aber auch gegen die mit der Ladungssicherung beauftragten Mitarbeiter, oftmals die Disponenten, werden Bußgelder ausgesprochen. Gegen ein solches Bußgeld in Höhe von 270 EUR wehrte sich ein Disponent. Er argumentierte, sämtliche Fahrer seien sorgfältig geschult und angewiesen, sich bei Problemen zu melden. Er selbst werde tätig, wenn er an einem Fahrzeug vorbeikomme und ihm etwas auffalle. Das Oberlandesgericht Bamberg (OLG Bamberg, 2 Ss Owi 659/13) hielt das nicht für ausreichend: Der Disponent habe regelmäßige Stichproben durchzuführen. Sonst könnten Verstöße nur zufällig erkannt werden. Es habe daher an einer planmäßigen Kontrolle gefehlt. Das Gericht hat auch die Kontrollintensität bemängelt. Der Disponent wurde nur tätig, wenn ihm etwas auffiel. So sei es nur schwer möglich, verdeckte Mängel festzustellen. Die Entscheidung gibt wichtige Hinweise auf die Verantwortlichkeit von Fahrern, Haltern und deren Beauftragten (hier: des Disponenten).

Ladung darf nicht verrutschen
Für die Ladungssicherung verantwortlich ist zum einen der Fahrer. Seine Pflicht ergibt sich aus Paragraf 22 Absatz 1 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Der Fahrer ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Ladung so verstaut und gesichert ist, dass sie "selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen" kann. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten, insbesondere VDI-Richtlinien zur Ladungssicherung oder Din-Normen. Lässt der Fahrer das Fahrzeug durch andere Personen beladen, ändert das an seiner Verantwortlichkeit nichts. Aber auch den Halter des Fahrzeugs trifft Verantwortung für die Sicherung der Ladung. Das ergibt sich aus Paragraf 31 Absatz 2 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Der Halter hat die Inbetriebnahme eines Fahrzeugs zu verhindern, wenn "ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass der Führer nicht zur selbständigen Leitung geeignet" oder Fahrzeug oder Ladung nicht vorschriftsmäßig sind. Die Pflichten des Halters und des Fahrers bestehen selbstständig nebeneinander. Jeder kann mit Bußgeldern belegt werden.

Halter muss für Vertretung sorgen
Bei vielen Unternehmen ist nicht der Halter selbst, sondern sind Mitarbeiter für die Überwachung der Beladung zuständig, etwa Disponenten. Solche Mitarbeiter sind nach Paragraf 9 Absatz 2 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) wie ein Halter verantwortlich. Ist der betreffende Mitarbeiter krank oder im Urlaub, muss der Halter einen Stellvertreter bestellen oder seine Pflichten wieder selbst wahrnehmen. Werden Halterpflichten auf Mitarbeiter übertragen, sollte zum einen genau dokumentiert werden, welche Aufgaben übertragen werden. Zum anderen sollte nachweisbar sein, dass der Mitarbeiter über ausreichende Qualifikation und Zuverlässigkeit verfügt. Die Qualifikation sollte immer wieder durch Schulungen "aufgefrischt", die Zuverlässigkeit immer wieder überprüft werden. Beides ist zu dokumentieren, um bei Verfahren Nachweise vorlegen zu können.

November 2017

Transportverbände appellieren an die Bundesregierung
Vier Verbände der Transport und Logistikwirtschaft BWVL, BGL, DSLV und AMÖ haben sich auf gemeinsame Forderungen an die Politik geeinigt. Güterverkehr und Logistik sind ihrer Ansicht nach tragende Säulen der deutschen Wirtschaft und Grundlage für den Wohlstand unserer Gesellschaft. Für den überwiegend mittelständisch geprägten Wirtschaftssektor sei es entscheidend, auch in Zukunft unter sicheren, fairen und verlässlichen Bedingungen arbeiten zu können. Für die künftige Bundesregierung sehen sie folgende Themen als wesentlich an:

Logistikstandort Deutschland stärken, Wettbewerbsfähigkeit sichern
Der Logistikstandort Deutschland muss weiter gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen im europäischen Straßengüterverkehr gesichert werden. Hierzu sind folgende Maßnahmen notwendig:
Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im europäischen Straßengüterverkehr durch kontrollierbare einheitliche europäische Regelungen, effektive Rechtsdurchsetzung und Kontrolle der Vorschriften unter verstärkter Nutzung digitaler Instrumente

Geltung der Markt- und Berufszugangsregelungen für alle Marktteilnehmer, die gewerblichen Güterkraftverkehr betreiben

Unbürokratische Ermöglichung dreiwöchiger Rundläufe in Europa mit anschließender Verpflichtung zur Rückkehr zum Heimatstandort

Konsequente Bekämpfung illegaler Anbieter (Schwarzarbeit)

Nachwuchsmangel offensiv angehen / Berufsbild des Kraftfahrers attraktiver machen
Der Nachwuchsmangel in der Transport- und Logistikbranche muss offensiv angegangen und die Branche dabei unterstützt werden, die Attraktivität des Berufsbildes Kraftfahrer zu steigern. Hierzu sind folgende Maßnahmen notwendig: Gezielte, an den Bedürfnissen der Kraftfahrer ausgerichtete arbeitsmarktpolitische Strategien Anpassung des gesetzlichen Rahmens zur Steigerung der Attraktivität der Berufsbilder in der Logistik und Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fahrer Verbesserung der Situation an den Laderampen durch Gewährleistung des Zugangs zu Sanitär- und Pausenräumen für Fremdpersonal

Dezember 2017

Mit dem ersten Spatenstich haben am Donnerstag die Arbeiten für den Neubau der A1-Rheinbrücke bei Leverkusen begonnen. Vertreter von Bund, Land und der betroffenen Städten gaben den Startschuss für den Neubau, für den seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Oktober Baurecht besteht. Neben der Brücke gehören zu dem ersten 4,5 km langen Bauabschnitt auch der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen-West und der Ausbau der A1 auf acht Fahrspuren.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur sagte: "Wir geben den Startschuss für das wohl bedeutendste Verkehrsprojekt in Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren. Die A 1 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in Deutschland. Mit dem achtstreifigen Ausbau wird sie bald deutlich leistungsfähiger sein und damit die Mobilität in der Region erheblich verbessern.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst unterstrich, dass es „eine bestandskräftige Planung“ gebe und bedankte sich bei allen Beteiligten für die geleistete Arbeit: „Der Bund, die Bezirksregierung und Straßen.NRW haben mit ihrem Engagement das Projekt vorangetrieben. Die gute Zusammenarbeit werden wir sehr verantwortungsbewusst fortsetzen.“

Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek bestätigte die große Herausforderung für den Landesbetrieb Straßenbau NRW: „Wir wollen die Brückenhälften jeweils innerhalb von drei Jahren fertigstellen, das ist ehrgeizig. Mit den ausführenden Firmen haben wir deshalb Vertragsstrafen vereinbart, um den Zeitplan einzuhalten. Und wir wollen das alles auch bei fließendem Verkehr hinkriegen. Sperrungen sollen sich auf ein Minimum beschränken.“

Bereits im Jahr 2020 sollen auf dem ersten Teil der neuen Rheinquerung Autos und vor allem wieder LKW fahren können. Ende 2024 sollen die Arbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sein und den Verkehrsteilnehmern alle Fahrbeziehungen zur Verfügung stehen. Mit 740 Mio. EUR kalkuliert Straßen.NRW die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt. Die späteren Bauabschnitte umfassen den Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und dem Autobahnkreuz Leverkusen (A1/A3) und den Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. 

 

Januar 2018

Amazon will nach Mönchengladbach

Der Online-Händler Amazon kommt nach Mönchengladbach. Der digitale Riese plant den Bau eines neuen Logistikzentrums in Mönchengladbach. Die entsprechende Baugenehmigung wurde im vergangenen Herbst bei der Stadt beantragt, und wenige Tage vor Weihnachten wurde die Genehmigung auch erteilt.

Dies bestätigten mehrere mit den Vorgängen betraute Personen unserer Redaktion. Eine Amazon-Sprecherin in Rheinberg wollte dies gestern nicht kommentieren. Über die Höhe der Investition wurde zunächst nichts bekannt.

Für Mönchengladbach ist dies nach Zalando im Regiopark der nächste große Online-Händler, der ein Logistikzentrum in der Stadt betreibt. Amazon ist die Nummer eins im eCommerce mit in Deutschland zuletzt 13,4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016. Zahlen für 2017 wurden noch nicht veröffentlicht, sie dürften aber deutlich darüber liegen, wie die Quartalszahlen aus dem abgelaufenen Jahr nahelegen.

Nach Informationen unserer Redaktion sollen im Rheindahlener Gewerbegebiet an der Erkelenzer Straße mehr als 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, in Spitzenzeiten wahrscheinlich sogar noch mehr. Dies deckt sich auch mit den Zahlen, die Amazon über seine bisherige Logistik in Deutschland selbst bekannt gibt: Demnach arbeiteten im Jahr 2017 mehr als 12.000 festangestellte Logistikmitarbeiter in den elf Logistikzentren an zehn Standorten für den Online-Konzern.

Logistikzentrum mit "Amazon Robotics"?

Bei der Fläche handelt es sich um ein rund 110.000 Quadratmeter (dies entspricht der Größe von 15 Fußballfeldern) großes Areal. Eine Baustelle zur Erschließung mit Regenwasser- und Schmutzwasserkanal der NEW ist bereits eingerichtet. Gestern rollten dort Bagger. Das Areal ist im Besitz des Hamburger Logistikpark-Entwicklers Ixocon. Der war schon vor elf Jahren in Rheindahlen eingestiegen, um den ehemaligen Produktionsstandort für Textilmaschinen umzuwidmen.

Schlafhorst plante dort einst die "Fabrik der Zukunft", Europas modernstes Walzenwerk, scheiterte jedoch mit dem Vorhaben. Ende 2016 hat der Rat dann den Verkauf von weiteren knapp 60.000 Quadratmetern Fläche an das Unternehmen beschlossen. Im Zusammenspiel mit der Stadt wurden ein Bebauungsplan aufgezogen und ein städtebaulicher Vertrag geschlossen. Unterdessen ließ der Online-Riese schon eine "Amazon Logistik Moenchengladbach GmbH" ins Handelsregister eintragen.

Zahlreiche weitere Vereinbarungen etwa über die Erschließung des Geländes mussten getroffen werden und verzögerten das Projekt. Im Gladbacher Rathaus wurde mit Hochdruck an dem Bauantrag gearbeitet, der gerade noch fristgerecht beschieden wurde. Der Projekt-Entwickler wollte dies mit Verweis auf Amazon ebenfalls nicht kommentieren. Intern ist die Rede davon, dass das Projekt in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. "Wir sind sehr glücklich, dass das funktioniert", sagt ein Insider.

Möglicherweise wird dann auch eine neue Technologie zur Sprache kommen, die Amazon erst seit dem vergangenen Jahr in Deutschland einsetzt: "Amazon Robotics". Dabei handelt es sich um computergesteuerte Transportsysteme, die erstmals 2015 in Polen und 2016 in Großbritannien eingesetzt wurden. Im abgelaufenen Jahr war das neue Logistikzentrum in Winsen (Luhe) das erste in Deutschland, das mit der Technik ausgerüstet wurde. Dabei reduzieren Transportroboter die Laufwege der Mitarbeiter und "minimieren gleichzeitig die Prozessdurchlaufzeiten", so Amazon. "In einigen Fällen könnten Bestellungen innerhalb weniger Minuten verarbeitet werden, wo früher Stunden benötigt wurden."

Amazon ist konsequent auf Wachstum getrimmt. Noch vor einem Jahr war das Logistikzentrum in Rheinberg am Niederrhein (Größe: ebenfalls 110.000 Quadratmeter) das einzige in Nordrhein-Westfalen. Von diesem im Jahr 2011 eröffneten Standort wurden vor allem die Metropolen im Ruhrgebiet beliefert. Im vergangenen Jahr kam ein 50.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Dortmund hinzu, wobei es sich in diesem Fall um ein Umverteilungszentrum für 29 weitere Logistikzentren Amazons in Europa handelt. Ebenfalls im abgelaufenen Jahr eröffnete Amazon an seinem Standort in Werne ein neues Logistikzentrum mit modernster Ausstattung für 28 Millionen Euro.

Quelle: RP

Februar 2018

SIEGER DES IDEENWETTBEWERBS LOGISTIKIDS GEEHRT

 

Wie kommt das Brot in den Kindergarten und das Lieblingsshirt in den Schrank? Bei dem Wettbewerb sollen Grundschul- und Kindergartenkinder Logistik erklären.

Dortmund. Das Logistikcluster NRW, der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW sowie die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag wieder die LogistiKids ausgezeichnet. Unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fand auch 2017 wieder der Wettbewerb LogistiKids statt, an dem sich Vorschulkinder aus Kitas und Kindergärten im Alter von fünf bis sechs Jahren sowie Grundschulkinder im Alter von sechs bis elf Jahren beteiligen konnten. Die Preisverleihung fand am 30. Januar 2018 im Rahmen des „Jahresauftaktes in der Logistik“ durch Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, statt.

Malen, basteln, filmen, bauen…

Hinter dem Wettbewerb steht die Idee, Kinder für die Logistik zu begeistern. Ihre Aufgabe: Sie sollen selbst erklären, wie Logistik funktioniert. Bei den zu bearbeitenden Fragen wurde zwischen Vorschulgruppen und Grundschulgruppen unterschieden. Kindergärten/Kitas erhielten die Aufgabe „Vom Feld auf den Tisch: Wie kommt das Brot in unseren Kindergarten?“. Grundschulgruppen sollten beantworten: „Wie kommt mein Lieblings-T-Shirt in meinen Kleiderschrank?“. Bei der Beantwortung der Fragen waren der Fantasie der Kinder keine Grenzen gesetzt: malen, basteln, filmen, bauen ... alles war erlaubt und die Jury hatte es wohl schwer, aus den Fotobüchern, Dokumentarfilmen und Brettspielen die Besten zu ermitteln.

In der Gruppe der Grundschulen gewannen:

Städtische Tageseinrichtung für Kinder "Abenteuerland", Mülheim an der Ruhr - Platz 1

Grundschule Im Emscherbruch, Gelsenkirchen - Platz 2

Städtische Gemeinschaftsgrundschule Am Siedlerweg, Oberhausen - Platz 3

 

Die ersten drei Plätze bei den Kindergärten erreichten:

AWO Kindertagesstätte Am Dornbusch, Bochum - Platz 1

VKJ Familienzentrum "SimSalaGrim", Essen - Platz 2

AWO Kindertageseinrichtung "Heliosweg", Dortmund - Platz 3

Logistik-Mitarbeiter als Botschafter

Mit dem zum vierten Mal ausgelobten Ideenwettbewerb lernen Mädchen und Jungen im Vorschul- und Grundschulalter auf spielerische Weise die Welt der Logistik kennen. Botschafter des Wettbewerbs sind die Mitarbeiter der vielen Logistik-Unternehmen aus NRW: Sie waren aufgerufen, die Schulen und Kindergärten ihrer Kinder bei der Teilnahme am Ideenwettbewerb LogistiKids aktiv zu unterstützen.

Die kreativsten und innovativsten Vorschläge wurden von einer Expertenjury aus Unternehmensvertretern ausgewählt und prämiert. Zu gewinnen gab es für den 1. Platz 1000 Euro für den 2. Platz 700 Euro und für den 3. Platz 500 Euro sowie viele Sachpreise. Alle Preisträger wurden außerdem zu einer Besichtigung einer Paketzustellbasis der Deutschen Post eingeladen.

Quelle: www.verkehrsrundschau.de vom 02.02.2018

 

LOGIMAT: ROBOTER
MIT WAHRNEHMUNG

Das Münchner Start-up Magazino stellt auf der Logimat erstmals seinen neuen Roboter SOTO vor.

München. Autonome Technik zieht in den Lagerbereich ein. Magazino zeigt auf der Logimat (Halle 5, Stand D55) erstmals einen vollständig autonom agierenden Roboter, der mithilfe von 3-D-Kameratechnik Objekte wie Kartons von einer Förderstrecke greifen, auf einem Fahrzeug zwischenlagern, zum Zielort navigieren und dort die Kartons in Fachbodenregalen zielgenau ablegen kann. Die innovative Technik hört auf den Namen SOTO und ist nach Angaben seiner Erfinder der weltweit erste wahrnehmungsgesteuerte Roboter, der derartige Fähigkeiten vereint.

Vernetzt und lernfähig

Der Roboter ist in erster Linie in Distributionszentren der Fashionlogistik gedacht, kann aber auch in der Nachschubversorgung von Kleinladungsträgern in der Produktionslogistik zum Einsatz kommen. Die Vorteile laut Anbieter: ausgedehnte Betriebszeiten, Glättung von Auftragsspitzen sowie Reduzierung von Betriebs- und Prozesskosten. Hauptvorteil soll eine Entlastung der Mitarbeiter bei ergonomisch ungünstigen Aufgaben sein.

SOTO kann Objekte bis zu einer Größe von 60 x 40 x 40 Zentimetern handhaben. Über die Hubvorrichtung können Packstücke zu beiden Seiten in Greifhöhen von fünf Zentimetern bis 2,46 Metern aufgenommen und abgegeben werden. Laserscanner sollen für eine autonome Navigation und den sicheren Betrieb sorgen. Vernetzt über eine Cloud tauscht sich SOTO mit anderen Robotern über aktuelle Karten und Erfahrungen mit bestimmten Situationen aus. Dadurch können sie voneinander lernen und stetig besser werden. (gg)

Quelle: www.verkehrsrundschau.de vom 16.02.2018

 

Deutsche Bahn:
2018 fließen 9,3 Milliarden Euro in die Bahninfrastruktur

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr so viel wie noch nie zuvor: „Mit der Rekordsumme von 9,3 Milliarden Euro sorgen wir für stabileren Verkehr, bessere Qualität und mehr Verlässlichkeit im deutschen Schienennetz. Wir steigern damit die Investitionen in diesem Jahr um 800 Millionen Euro“, so Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG.

Trotz steigendem Bauvolumen sollen die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich gehalten werden. „Mit dem bei DB Netz eingerichteten “Lagezentrum Bau“ haben wir es geschafft, die Auswirkungen auf die Bahnkunden deutlich zu verringern. So konnten wir 2017 die durch Baustellen verursachten Verspätungen gegenüber 2016 um zehn Prozent reduzieren“, erläutert Ronald Pofalla.

Die Investitionsoffensive der letzten Jahre zeigt Wirkung. So sind die Infrastrukturmängel seit Start des Modernisierungsprogramms in 2015 um fast 50 Prozent zurückgegangen. Auch bei den Brücken gab es einen Qualitätssprung: 2015 bis 2017 wurden bereits fast 380 Eisenbahnbrücken modernisiert. Der Zustand der Bauwerke hat sich kontinuierlich verbessert.

Im laufenden Jahr werden das Bestandsnetz und die Stationen weiter auf Vordermann gebracht. 5,5 Milliarden Euro stehen für die Erneuerung und Instandhaltung von 1.600 Kilometer Gleisen, über 220 Brücken und über 1.700 Weichen zur Verfügung. Für über 40 Neu- und Ausbaumaßnahmen sind 2,6 Milliarden Euro eingeplant. Außerdem werden mit rund 1,2 Milliarden Euro über 700 Bahnhöfe modernisiert.

Bundesweit starten 12 Baumaßnahmen in Großprojekten. Hinzu kommen 19 Inbetriebnahmen. Ronald Pofalla: „Für die Vielzahl an Baustellen – in Spitzenzeiten bis zu 800 am Tag – sind die Bündelung in über 100 Korridoren und ein professionelles Baumanagement unverzichtbar. Damit wir noch besser bauen können, stellen wir dieses Jahr 2.000 Mitarbeiter in baurelevanten Berufen ein.“

Auch in den folgenden Jahren werden enorme Summen in die Schieneninfrastruktur investiert und die Zahl der Baustellen bleibt konstant hoch. Gleichzeitig steigt die Nachfrage an Personen- und Güterverkehr auf der Schiene. „Dies in Einklang zu bringen, ist eine Herkulesaufgabe und Chance für das gesamte System Schiene zugleich“, so Pofalla weiter.

Ziel der Bahn ist es deshalb, zukünftig deutlich kapazitätsschonender zu bauen als bislang. Bereits in diesem Jahr wird in ausgewählten Regionen damit begonnen, um im Jahr 2021 das bundesweite Baustellenmanagement nach den Kriterien des kapazitätsschonenden Bauens zu steuern. Pofalla: „Wir wollen bei gleichbleibend intensivem Baugeschehen ein Drittel mehr Züge fahren, als dies heute möglich ist.“

Quelle: www.mylogistics.net/ vom 16.02.2018

März 2018

Sicherheit durch automatisierte

Fahrfunktionen

 

2. DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge

Auf dem 2. DEKRA Zukunftskongress Nutzfahrzeuge in Berlin haben Fachleute aus Politik, Industrie und Forschung die Potenziale innovativer Technologien rund um das Nutzfahrzeug diskutiert. Im Fokus der Vorträge und Podiumsgespräche standen unter anderem Themen wie Fahrzeugsicherheit, automatisiertes Fahren und intelligente Vernetzung.

Bis zum Jahr 2040 wird nach Angaben des jüngsten World Transport Reports der Prognos AG die Güterverkehrsleistung allein in Deutschland um 25 Prozent von rund 640 auf dann fast 860 Milliarden Tonnenkilometer steigen. Damit verbunden sind zahlreiche Herausforderungen für die Nutzfahrzeughersteller und die Zulieferindustrie sowie die gesamte Transport­ und Logistikbranche ebenso wie für Politik und Wissenschaft auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit.

Zukunft der Logistik
Seitens der Politik verwies der Parlamentarische Staatsekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Norbert Barthle auf das große Potenzial beim automatisierten und vernetzten Fahren. „Natürlich sind in erster Linie die Unternehmen gefragt, die Chancen der neuen Technologie zu ergreifen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, sagte Barthle. Aber die richtigen Rahmenbedingungen seien mindestens ebenso wichtig, weswegen das BMVI mit dem weltweit innovativsten Straßenverkehrsrecht für einen verlässlichen Rechtsrahmen für hoch­ und vollautomatisierte Fahrfunktionen gesorgt habe.

Der Präsident des Verbandes der Automobilindus­ trie (VDA), Matthias Wissmann, lobte die Nutzfahrzeughersteller und Zulieferer für ihren Anspruch, den Straßengüterverkehr mit innovativen Lösungen effizienter und noch sauberer zu machen. „Durch die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Umgebung wird der Verkehr flüssiger und die Arbeit von Transportunternehmen erleichtert, erklärte Wissmann. Autonome Fahrfunktionen würden zukünftig auf der „letzten Meile“ eine wichtige Rolle spielen und alltägliche Aufgaben in der urbanen und industriellen Anwendung übernehmen. „Damit diese Innovationen greifen können, bedarf es aber auch einer engagierten Politik, die dem Einsatz von Zukunftstechnologien die passende Infrastruktur und einen rechtssicheren Rahmen zur Verfügung stellt, forderte der VDA­Präsident.

 

Sicherheitspotenziale durch automatisiertes Fahren
An beiden Kongresstagen standen die aktive Sicherheit und der Weg hin zum autonomen Fahren im Vordergrund.

„Die Automatisierung des Fahrens sehen wir als Expertenorganisation zuallererst aus dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit, betonte Wolfgang Linsenmaier, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH. Schließlich gehen nach wie vor fast 90 Prozent aller Straßenverkehrsunfälle auf menschliches Versagen zurück.

„Hier bieten Fahrerassistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen ein großes Sicherheitspotenzial, indem sie Fehler des Menschen verhindern oder deren Folgen vermindern. In diesem Zusammenhang muss seiner Ansicht nach aber gewährleistet sein, dass die Systeme im Lauf der Entwicklung und im Rahmen der Typgenehmigung umfassend getestet und geprüft werden. „Zum anderen ssen die Systeme über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg zuverlässig funktionieren, also auch im Rahmen der Periodischen Fahrzeugüberwachung geprüft werden können.

 „Dank zahlreicher Helfer fahren moderne Lkw schon heute auf einem hohen Sicherheitsniveau, erläuterte Alexander Banerjee, Projektleiter Fahrerassistenz-systeme Nutzfahrzeuge bei ZF Friedrichshafen. Die Vision eines unfallfreien Fahrens vor Augen, hat der Technologiekonzern mit dem ZF Innovation Truck aktuelle Assistenzsyteme praxisorientiert weitergedacht. Die Ergebnisse sind der Highway Driving Assist (HDA), der versehentliche Spurwechsel verhindert, sowie der in Kooperation mit WABCO entwickelte Evasive Maneuver Assist (EMA) eine Technologie, die einen Lkw ausweichen und bremsen lässt. Darüber hinaus rangiert das Konzeptfahrzeug mit der autonomen Manövrierfunktion SafRange selbstständig an die Laderampe.

 „Seit vielen Jahren arbeiten wir an der Vision vom unfallfreien Fahren, unterstrich Dr. Andreas Schwarzhaupt, Senior Manager Driver Assistance Systems and Automated Driving bei der Daimler AG, die Sicherheit als ein Kernthema des Unternehmens. Mit dem Notbremsassistent Active Brake Assist 4 mit Fußgängererkennung und dem Abbiegeassistent habe Mercedes­Benz Lkw bereits zur IAA 2016 zwei neue Assistenzsysteme auf die Straße gebracht, mit denen die schwächsten Verkehrsteilnehmer, also Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger, besser geschützt werden können. Der Active Brake Assist 4 reagiere auch auf Personen, die zu Fuß unterwegs sind, und könne eine Teilbremsung durch­ führen. Der Abbiegeassistent erkenne beim Richtungswechsel an Kreuzungen Fußgänger und Fußgängerinnen sowie Radfahrende und warne optisch und akustisch vor einer Kollision.

 

Illegale Preisabsprachen: Reedereien erhalten Kartellstrafe in Millionenhöhe

Unter fünf Reedereien gab es beim interkontinentalen Seetransport von Fahrzeugen jahrelang illegale Preisabsprachen. Gegen vier der beteiligten fünf Unternehmen wurde jetzt eine Millionenstrafe verhängt.


© Lars Christensen / shutterstock.com

Zwischen Oktober 2006 und September 2012 kam es beim interkontinentalen Seetransport von Fahrzeugen zu illegalen Preisabsprachen. Die betroffenen Unternehmen die chilenische Reederei CSAV, die japanischen Reedereien K Line, MOL und NYK sowie die norwegisch-schwedische Reederei WWL-EUKOR haben ihre Kartellbeteiligung bereits zugegeben und wurden jetzt von der Europäischen Kommission zu einer Millionenstrafe verurteilt. Insgesamt müssen 395 Millionen Euro gezahlt werden. Die größte Strafe hat dabei WWL-EUKOR mit rund 207 Millionen Euro erhalten, dahinter folgen NYK mit 142 Millionen Euro, K-Line mit 39 Millionen sowie CSAV mit 7 Millionen Euro Geldbuße. Einzig das Unternehmen MOL kam als Kronzeuge glimpflich davon und muss keine Geldstrafe fürchten. Da sich alle betroffenen Unternehmen einsichtig zeigten und einem Vergleich zustimmten, wurden die Strafen um zehn Prozent reduziert.

 

Kartell beeinflusste Markt des internationalen Hochseetransports
Die unlauteren Absprachen zwischen den Schifffahrtsunternehmen betrafen den "Markt für den Hochseetransport neuer Pkw, Lkw und anderer grer Fahrzeuge wie Mähdrescher und Traktoren auf verschiedenen Strecken zwischen Europa und anderen Kontinenten", wie die  Verkehrsrundschau schreibt. Dabei gab es Auswirkungen für die europäischen Kfz-Hersteller als auch für Fahrzeugimporteure und Endkunden. 2016 wurden insgesamt knapp 10 Millionen Fahrzeuge importiert und exportiert, gut die Hälfte wurden von den mit Kartellvorwürfen betroffenen Unternehmen befördert.

 

Absprachen zwischen Bar und Büro
Wie die EU-Kommission herausgefunden hat, standen die Verkaufsleiter der beschuldigten Unternehmen im regelmäßigen Kontakt, trafen sich dabei in Büros aber auch in Bars, Restaurants oder bei Veranstaltungen. Bei diesen

Gelegenheiten soll man sich untereinander hinsichtlich der Preise geeinigt haben, tauschte vertraute Geschäftsinformationen aus und teilte Kunden auf. Aerdem verständigten sich die Reedereien auf einen Status quo am Markt und gaben bei Ausschreibungen entweder keine oder überhöhte Angebote ab, um Zusammenarbeiten zwischen den anderen Unternehmen und langjährigen Kunden nicht zu gefährden.

 

https://www.logistik-watchblog.de/unternehmen

 

 

April 2018

KEP: Präzision könnte Milliarden sparen

Genauere Adressdaten könnten Logistikkosten und Umweltbelastung reduzieren.


Wäre mit einer genaueren Adressinformation schneller am Ziel: Der KEP-Dienst für die Letzte Meile. Das besagt zumindest eine Studie aus Großbritannien. (Symbolbild: Kadmy/Fotolia)

Mit einer höheren Präzision der Adressdaten könnten Lieferungen weltweit bis zu 29 Prozent effizienter sein und Logistikkosten in Höhe von 55, 83 Milliarden Euro jährlich sparen. Bis 2020 könnten die Kosten für die Letzte Meile weltweit sogar um mehr als 172 Milliarden US-Dollar reduziert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des britischen Adresssystemanbieters What3words.

Drei Worte statt herkömmlicher Adresse

Möglich soll das dem Unternehmen zufolge durch die stringente Nutzung von Drei-Wörter-Adressen anstatt herkömmlicher Straßennamen sein. Dazu hat der Anbieter nach eigenen Angaben den Globus in 57 Billionen Quadrate mit einer Seitenlänge von drei Metern eingeteilt und jedem dieser Quadrate eine eindeutige Drei-Wörter-Adresse zugeordnet.

Effizienzsteigerung auf der letzten Meile

Vor allem auf der sogenannten letzten Meile könnte dieses Vorgehen die Liefereffizienz laut What3words deutlich erhöhen. Wie in der Befragung herauskam, mache die letzte Meile bis zu 55 Prozent der Arbeitskosten beim Versuch aus, den richtigen Lieferort zu finden, was globalen Aufwendungen von 192,5 Milliarden US-Dollar für die Logistikwirtschaft entspricht. Zudem würde die mangelnde Präzision bei Adressen in Deutschland dazu führen, dass 73 Prozent der Lieferfahrer Probleme haben, eine Privat- oder Geschäftsadresse zu finden. In mehr als einem Viertel der Fälle müssen die Lieferfahrer weitere Informationen anfordern, um den genauen Lieferort zu eruieren.

Weniger Kohlendioxid

Wie die Autoren der Studie außerdem mitteilten, könnte die Nutzung von Drei-Wörter-Adressen allein für das laufende Jahr die Freisetzung von 54 Millionen Kilogramm Kohlendioxid verhindern.

Quelle: https://www.logistik-heute.de

Mai 2018

Letzte Meile: Mit dem Dreirad durch Dortmund

Speziell für kleine Sendungen gedacht ist der eScooter, den GLS Germany in der Dortmunder Innenstadt einsetzt. Geladen werden kann das Fahrzeug an einer gewöhnlichen Steckdose.


In einem Testlauf stellt GLS Germany ab sofort Pakete in der Dortmunder Innenstadt mit einem eScooter zu. Das Dreirad ist mit seiner Ladekapazität von 750 Litern geeignet für die Zustellung kleiner Pakete und soll dabei trotz der Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h nahezu geräuschlos sein.

GLS will in der City-Logistik auf den zielgerichteten Einsatz spezialisierter Fahrzeuge setzen, so das Unternehmen. Je nach Lage des Depots, der Geographie vor Ort und dem Paketvolumen setzt der Paketdienstleister konventionelle und eVans, eBikes und nun auch eScooter ein. Die Fahrzeuge benötigen keinen Stellplatz in der Dortmunder Innenstadt, so GLS. Denn das Depot ist nur drei Kilometer entfernt. Zum Nachladen der Pakete fährt das Fahrzeug mindestens einmal pro Tag wieder ins Depot zurück.

Mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern habe das eScooter-Modell Tripl des dänischen Herstellers EWII genug Strom für eine ganze Tour. In der Testphase will GLS den Einsatz des eScooters für die ideale Anzahl an Stopps und zugestellten Paketen optimieren. Das Fahrzeug werde nachts im Depot untergestellt und wieder vollständig aufgeladen. Eine handelsübliche Haushaltssteckdose reicht laut GLS dafür aus.

„Umweltfreundliche Zustellmethoden werden immer wichtiger. Der eScooter ermöglicht uns, die letzte Meile weiter zu optimieren und die City-Logistik breiter aufzustellen“, erklärt Martin Seidenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der GLS Germany.

Quelle: https://www.transport-online.de/

 

Aktuelles Urteil: Verstoß gegen Sonntagsfahrverbot

Wer gegen das Sonn- und Feiertagsverbot verstößt, riskiert, dass er als Strafe den Frachtbetrag für die gesamte Strecke zahlen muss – unabhängig davon wie lang und durch wie viele Länder.

Während einem grenzüberschreitenden CMR-Transport war der Fahrer eines Transportunternehmers in Deutschland in eine Verkehrskontrolle gekommen. Es stand fest: Er hatte gegen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot verstoßen. Vor Gericht gab es Streit über die Höhe des Verfallsbetrages, die der Transportunternehmer zahlen sollte. Er war der Meinung, dass er den Frachtbetrag zahlen müsse, der sich rechnerisch auf den Streckenteil in Deutschland ergebe, jedoch nicht auf den gesamten Transport bis nach Spanien. Der Bundesgerichtshof (BGH) teilte die Auffassung des Transportunternehmers nicht. Er verurteilte ihn, den gesamten Frachtbetrag in Höhe von 2.300 Euro zu zahlen. Nach § 29 a Ordnungswidrigkeitengesetz seien die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, die gesamte Fracht als Verfallsbetrag zu erklären. Die ersparten Genehmigungskosten seien auch nicht zur Minderung des Verfallsbetrages zu berücksichtigen, so der BGH. Außerdem begründete der BGH seine Auffassung damit, dass der Transportunternehmer seine Fracht nicht nur für einen bestimmten Streckenteil erhalte, sondern letztlich für die Ablieferung der Ladung beim Empfänger.  

Quelle: https://www.transport-online.de/

 

 

 

Juni 2018

US-Frachtriese UPS entert von Duisburg aus die Seidenstraße

Pünktlich zu Merkels Staatsbesuch in Peking verkündet der US-Transporteur UPS einen neuen China-Service auf der Zugstrecke ab Duisburg.

Den Termin hätte sich der US-Fracht- und Express-Riese UPS (Umsatz 2017: 66 Milliarden Dollar) besser kaum aussuchen können. Pünktlich zum Staatsbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking verkündeten die Amerikaner, ihr Frachtangebot auf der Zugstrecke von Duisburg nach China mit neuen Dienstleistungen massiv auszubauen.

Die mehr als 10.000 Kilometer lange Bahnstrecke, die im ostchinesischen Chongqing endet, elektrisiert seit ihrem Start im März 2011 vor allem deutsche Logistikkonzerne.

Nun will sie auch der in Atlanta residierende UPS-Konzern für Firmenkunden aus dem Handel nutzbar machen, indem er ihnen die Zollformalitäten auf dem Bahntransportweg abnimmt. Zudem bietet UPS einen Abzweig nach Hongkong.

War es zunächst nur der Duisburger Hafenbetreiber Duisport, der zusammen mit der Bahn-Spedition DB Schenker für eine allwöchentliche Verbindung sorgte, mischen inzwischen zahlreiche Wettbewerber mit.

Allein die Osnabrücker Spedition Hellmann will in diesem Jahr rund 100 Züge mit jeweils 60 Containern auf die Reise schicken, Wettbewerber Kühne + Nagel bietet seit kurzem wöchentliche Abfahrten von den Terminals Duisburg und Hamburg – mit den Zielbahnhöfen Wuhan, Chongqing, Zhengzhou und Chengdu. Dabei misst die Nordroute über Sibirien 12.920 Kilometer, die Südstrecke über Kasachstan 10.320 Kilometer.

Seit dem Start 2011 haben die für den Transport eingeschalteten Bahnbetreiber, darunter die Deutsche Bahn, erheblich aufs Tempo gedrückt. Trotz zweifachem Spurwechsel – die russischen Schienen besitzen einen größeren Abstand voneinander – schafft der „Yuxinou“, wie Chinesen den Güterzug nennen, die Strecke inzwischen in zwölf Tagen. Zu Beginn waren es 16 bis 18.

Transport ist zwar langsamer, dafür aber günstiger

Damit ist der Transport zwar immer noch langsamer als mit dem Flieger, für verladene Unternehmen jedoch deutlich günstiger. Der US-Konzern UPS verspricht hier Kosteneinsparungen von bis zu 60 Prozent.

Noch billiger ist allein der Seeweg. Für ihn benötigen Containerschiffe allerdings 40 Tage. Per Bahn, verspricht UPS, sei die Verbindung nach Hongkong um 30 Prozent schneller.

Wirklich kostendeckend fährt der Chinazug freilich noch nicht. Der Grund: Die Container, die vor allem mit Elektronik von Hewlett-Packard (HP) oder Acer westwärts auf die Reise gehen, kommen nur zur Hälfte gefüllt zurück. Zu Beginn waren die Züge Richtung China sogar nur zu einem Viertel gefüllt.

Dass die Zug-Kapazitäten inzwischen besser genutzt werden, ist Verladern wie dem Automobilhersteller BMW zu verdanken. Er lässt seine 1er-Reihe von Leipzig aus in Einzelteilen per Zug nach China transportieren lässt. Den Logistikvertrag mit Schenker haben die Münchener neulich erst verlängert. Auch zahlreiche deutsche Maschinenbauer nutzen den die Gleise.

Zugute kommt den Spediteuren, dass Pekings Staatsregierung den Transport mit eigenen Mitteln finanziell unterstützt. Insgesamt investierten die Chinesen – samt Infrastruktur – in die neue Seidenstraße bereits gut 900 Milliarden Euro.

Entsprechend rasant wächst das Geschäft. Gingen 2015 gerade mal 30.000 Container auf die Reise, waren es laut Deutscher Bahn im Jahr danach schon 40.000. Ab 2020 sollen es jährlich mindestens 100.000 sein.

Die Aussichten, das Ziel zu erreichen, sind gut. Um rund 50 Prozent werde der Containerumschlag dieses Jahr zulegen, kündigte Duisport-Chef Erich Staake vor wenigen Tagen an.

Die Duisburger treiben die Entwicklung dabei selbst voran. So siedelten sie zuletzt nicht nur chinesische Firmen wie den Autozulieferer Nanjing High Accurate Equipment im Duisburger Hafen an.

Quelle: www.handelsblatt.com

 

Fünf Faktoren wirken auf den Logistik-Markt

  

Auf ihrem Frühjahrsgipfel haben die Logistikweisen fünf Themenfelder identifiziert, die sie im Herbst genauer analysieren und quantifizieren werden. Ziel ist eine möglichst exakte Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2019.

 

1. Innovationen 

Organisation und  Kultur entscheidend

Unter Innovationen fassen die Logistikweisen IT-Sicherheit, Stand und Verständnis der Digitalisierung, das Ausrollen reifer digitaler Technologien, Datenmanagement, Robotik und künstliche Intelligenz sowie Innovationsmanagement und Innovationskultur. Ebenso gehören thematisch dazu neue Geschäftsmodelle sowie ein sich änderndes Wettbewerbsumfeld.

Insbesondere für den Logistikmittelstand ist eine Wissensvermittlung und ein Know-how-Aufbau zum Thema Digitalisierung unbedingt notwendig, um Digitalisierung für sich als Wettbewerbsfaktor zu nutzen. Es reicht nicht, in Start-ups oder neue Geschäftsmodelle nur finanziell zu investieren – ein Unternehmen muss auch organisatorisch, kulturell und strategisch dafür bereit sein, um daraus einen Erfolg zu generieren.

Eine der Leitfragen lautet, ob 2019 die Werkzeuge und Geschäftsmodelle den Reifegrad erreicht haben, um einen messbaren Effekt auf die Logistikentwicklung auszuüben. Dabei spielt die Investitionsaktivität eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist eine grundsätzliche Frage, welchen Marktanteil neue Geschäftsmodelle den traditionellen abnehmen werden. Und schließlich sind die Rahmenbedingungen seitens der Unternehmen und der Politik zu bewerten, damit der Logistikstandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.

2. Öffentliche Kapazitäten

Mehrere  Bremseffekte

Zum Themenfeld öffentliche Kapazitäten gehören Infrastruktur, Investitionen, regulatorischer Druck, Urbanisierung und die Versorgung von Metropolregionen sowie die Gefahr von Restriktionen. Ferner spielen Interessengruppen und deren Einflussnahme auf Politik und gesellschaftliche Willensbildung eine wichtige Rolle.

Obwohl sich das Image der Logistik verbessert und das Bewusstsein der Bevölkerung wie auch der Wirtschaft für die Relevanz und die Notwendigkeit der Logistik zunimmt, wird der wachsende Einfluss von Bürgern und Interessengruppen auf Projektvorhaben zunehmend zur Wachstumsbremse. Das Dilemma ist, dass zugleich die Infrastrukturen am Limit ihrer Leistungsfähigkeit sind. Als negative Folge sehen die Logistikweisen Engpässe für den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland.

Zwei entscheidende Fragen stehen damit zur Debatte: Können die öffentlichen Investitionen in jegliche Infrastruktur den Bedarf der Logistik in 2019 ausreichend decken? Führen die politischen Entscheidungen zu einer Bremswirkung? Die Logistikweisen werden aber auch mögliche Kompromisse erörtern hinsichtlich der zunehmenden Logistiknachfrage und der Grenzen der Infrastruktur.

3. Personal 

Aus- und Weiterbildung trifft nicht mehr die Anforderungen

Die Logistikweisen werden bei ihrem Herbsttreffen auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt beleuchten. Aspekte dabei werden Fachkräftemangel, Qualifikation und Integration, Personalentwicklung und -gewinnung sowie Arbeitswelten und Rollenprofile sein.

Es fehlen generell nicht nur ausgebildete Fachkräfte. Es zeichnet sich mit den zu erwartenden Veränderungen in der Logistik – die beispielsweise durch die Digitalisierung angestoßen werden – auch ab, dass die Form und die Inhalte der Aus- und Weiterbildung die künftigen Anforderungen nicht mehr treffen, so lautet die Einschätzung der Logistikweisen. Vor allem vor dem Hintergrund der notwendigen Integration von fremdsprachigem Personal sind alternative Möglichkeiten zur Qualifizierung zu bedenken. Die traditionellen Tätigkeitsbeschreibungen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich werden sich auch dann wandeln, wenn zum Beispiel der klassische Kommissionierer nicht durch Automatisierung oder der traditionelle Spediteur nicht durch Plattformen oder sonstige digitale Anwendungen ersetzt wird.

Eine Kernfrage für 2019 ist, ob es der Politik und den Unternehmen gelingt, wirkungsvolle Maßnahmen einzuleiten, um den Fachkräftemangel zu mildern. Dabei sind mögliche Änderungen in der Arbeitswelt und deren Einfluss auf die Logistikwirtschaft zu berücksichtigen.

4. Kapazität der Unternehmer 

Kapazitätsmangel geht alle an

Die Kapazitäten der Unternehmen sind ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung. Zwei Aspekte dabei, die die Logistikweisen analysieren, sind eine mögliche Entschleunigung der Belieferung sowie neue Möglichkeiten der Kooperation innerhalb der verladenden Wirtschaft in Bezug auf LKW-Kapazität.

Derzeit ist es an vielen Stellen der Wirtschaft zu spüren. Es gibt einen Mangel an Kapazitäten jeglicher Art. Zahlreiche digitale Lösungen versprechen zwar Abhilfe gegen den Kapazitätsmangel. Dennoch können während einer Zeit der boomenden Wirtschaft und erfreulicher Binnennachfrage die Lücken zwischen den vorherrschenden spezifischen Anforderungen der Nachfrage an das Equipment, die Zeit oder den Preis nicht durch die vorliegenden Angebote bedient werden.

Ob interne oder externe, ob öffentliche oder private Kapazitäten – sie geraten an vielen Orten und zu vielen Zeiten aufgrund von Nachfragespitzen an ihre Grenzen. Statt übereinander sollte miteinander gesprochen werden, damit die Spitzen durch Entschleunigung, Verteilung oder gemeinsame Nutzung ausgeglichen werden können.

Der Kapazitätsmangel könnte 2019 das Wachstum der Logistikwirtschaft bremsen. Effekte auf die Preise werden von den Logistikweisen für die nächste Prognose diskutiert.

5. Welthandel

Kleine Störungen mit großer Wirkung

Die Auswirkungen der Änderungen im Welthandel auf die deutsche Logistikwirtschaft sind sicherlich schwer zu kalkulieren, zumal immer unvorhersehbare Ereignisse neue Rahmenbedingungen schaffen. Selbst die konkreten Folgen des sicheren Brexits im kommenden Jahr lassen sich nicht vollumfänglich quantifizieren. Hinzu kommen als Einflüsse – außer der weltwirtschaftlichen Entwicklung insgesamt – Handelskonflikte, geopolitische Unsicherheiten, Protektionismus und regionale Instabilitäten.

Nach Einschätzung der Logistikweisen ist die „vorherrschende Konfrontation der Welt- und Regionalmächte ein Damoklesschwert für die Entwicklung der Logistik“. Die weltpolitische Situation ist an vielen Stellen fragil und damit nicht vorhersehbar. Kleine Störungen im Gefüge können eine große Wirkung haben. Der sich abzeichnende Hang zu Protektionismus werde nicht nur eine Veränderung der grenzüberschreitenden Wirtschaftsströme nach sich ziehen, „sondern maßgeblichen Einfluss auf die Binnennachfrage haben“, sind die Experten überzeugt.

Im Zusammenhang mit globalen Handelsströmen wird von den Experten die künftige Bedeutung von Freihandelsabkommen diskutiert werden. Zudem ist die Entwicklung der Binnennachfrage auf die Logistikkonjunktur 2019 zu berücksichtigen.

Quelle: https://www.dvz.de/rubriken/logistik.html

 

 

Juli 2018

Stichtag: Lkw-Maut ab sofort auch auf den Bundesstraßen fällig

Pünktlich zum 01. Juli ist die neue Mautpflicht für Lkw gestartet. Ab sofort müssen alle Fahrzeuge über 7,5 Tonnen auch auf den Bundesstraßen in ganz Deutschland Mautgebühren verrichten.

„Die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen kann pünktlich starten“ – Mit diesen Worten wandte sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit. Seit gestern, dem 01. Juli 2018, ist es nun auch so weit: Ab sofort sind für alle Lkw ab 7,5 Tonnen auch die rund 52.000 Kilometer Bundesfernstraßen in ganz Deutschland mautpflichtig. Wie Transport-Online schreibt, sind von den neuen Gebührenregelungen rund 30.000 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen betroffen.

„Künftig fließen in den Jahren 2018 bis 2022 jährlich durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro Mauteinnahmen, die wir in moderne und sichere Straßen in ganz Deutschland investieren. Das sind jährlich rund 2,5 Milliarden mehr als bisher. Davon profitieren nicht nur unsere Unternehmen, die auf eine leistungsstarke Infrastruktur angewiesen sind, sondern auch alle Autofahrer“, so der Bundesverkehrsminister in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Kontrollsäulen überprüfen vorbeifahrende Fahrzeuge.
Ob Unternehmen ihrer Mautpflicht nachkommen, werden künftig von Kontrollsäulen überprüft. Die 600 blau/grün gekennzeichneten Säulen sind rund vier Meter hoch und überprüfen alle vorbeifahrenden Fahrzeuge, ob bei ihnen die Mautpflicht zutrifft und ob die entsprechende Gebühr ordnungsgemäß bezahlt wurde. Nach wie vor muss die Maut vor Beginn der Fahrt entrichtet werden und lässt sich laut Toll Collect am komfortabelsten über das automatische Einbuchungssystem vollziehen.

Quelle: Logistik-watchblog

 

August 2018

Wirtschaft warnt vor Engpässen in der Logistik
Deutschland gehen die Lkw-Fahrer aus

Die Wirtschaftsverbände BDI und BDA sehen im Lkw-Fahrermangel eine Bedrohung. Bürokratische Hürden können die Just-in-time-Produktion behindern.

Laut Arbeitsagentur fehlen heute bereits 45.000 Fahrer. Der Alarmruf klingt dramatisch: Man beobachte „mit großer Sorge einen wachsenden Versorgungsmangel im Bereich der Logistikdienstleistungen in Deutschland“, warnten die Wirtschaftsverbände BDA und BDI Mitte Juli in einem Papier. Der Mangel an Berufskraftfahrern und bürokratischen Hürden seien eine Gefahr für die Just-in-time-Produktion. Schon heute fehlen laut Arbeitsagentur 45.000 Lkw-Fahrer in Deutschland. Eine ähnlich hohe Zahl geht jährlich in den Ruhestand. Weil aber nur rund 16.000 Nachwuchskräfte pro Jahr ihre Ausbildung abschließen, wächst die Lücke stetig. Die Bundesregierung erkennt an, dass der Engpass bereits zu Lohnerhöhungen oder steigenden Anteilen ausländischer Fahrer geführt hat.

„Zwar sei der Umsatz deutscher Anbieter im Straßengüterverkehr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent und damit stärker als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre gestiegen, heißt es in einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP. Aber: Ohne Fachkräftemangel hätten die Umsätze deutscher Unternehmen „zum Teil höher“ ausfallen können. Es sei fatal, dass in der Hochkonjunktur nicht alle Wachstumspotenziale ausgeschöpft werden könnten, kritisiert der FDP-Abgeordnete Christian Jung, der die Anfrage gestellt hat. Man müsse „die Engpässe bei qualifizierten Menschen im Logistiksektor und insbesondere bei Lkw-Fahrern sehr ernst nehmen“. Aufgefangen wird der Mangel bisher durch ausländische Fahrer und Fahrzeuge, auf die inzwischen 43 Prozent des mautpflichtigen Lkw-Verkehrs in Deutschland entfallen. Der Einsatz osteuropäischer Fahrer, der durch Mindestlohnregelungen in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern bereits erschwert sei, dürfe nicht zusätzlich reglementiert werden, fordern BDA und BDI.

Quelle: handelsblatt.com

 

September 2018


Kommissionierung mit Ubimax X-Band jetzt patentiert

Ubimax‘ Kommissionierlösung xPick kombiniert mit dem RFID-basierten Multisensor-Armband xBand ist jetzt offiziell patentrechtlich geschützt. Eine Vergleichsstudie des schwedischen Forschungsinstituts der Chalmers University of Technology zu Quittierungsvorgängen manueller Kommissionierprozesse bestätigt RFID-Scannen die höchste Effizienz unter vollständigem Verzicht auf kostenintensive Regalelektronik. Der Automobilzulieferer Schnellecke Logistics reduzierte mit Hilfe des Multi-Sensor-Armbands seine Kommissionier-zeit um 25% und verringerte Prozessfehler um bis zu 50%.

Ubimax, führender Anbieter für Enterprise Wearable Computing und Augmented Reality Lösungen, gibt heute die offizielle Patentierung der RFID (Radio-Frequency Identification Reader) Bestätigungstechnologie seines xBands bekannt. Der semiexklusive Lizenzvertrag mit dem Patentinhaber Safelog umfasst elf europäische Länder, darunter Österreich, Deutschland, Frankreich, die Schweiz und die Niederlande. Der Patentschutz garantiert Ubimax-Kunden Rechtssicherheit und setzt den Wettbe-werb unter Druck. Ergänzend zu den Ubimax Frontline Lösungen optimiert das Ubimax xBand Intralogistikprozesse durch eine automatische Bestätigung von Prozessschritten bzw. Aktionen auf Basis von RFID-Technologie. Aktuelle Studienergebnissen bescheinigen der günstigen RFID-Technologie eine ebenso hohe Effektivität wie Bestätigungsmethoden mit deutlich höheren Investitionskosten. Durch den Einsatz des xBands realisiert Ubimax-Kunde Schnellecke Logistics bereits heute signifikante Leistungssteigerungen in der Sequenzierung.

In Kombination mit Datenbrillen, Smartwatches oder Tablets ersetzt das xBand Barcodescanner, manuelle Auftragsbestätigung oder die Spracheingabe von Prüfziffern. Durch die Platzierung von RFID Tags an Regalpositionen anstelle von einzelnen Artikeln bleiben beide Hände frei und ermöglichen effiziente manuelle Intralogistikprozesse. Bei unterschiedlichen Positionen und Boxengrößen kann die Lesereichweite des xBands präzise während des laufenden Betriebs angepasst werden. Die vollständige Eliminierung zeitaufwändiger manueller oder verbaler Bestätigungsaktivitäten resultiert in deutlich schnelleren, ergonomischeren und flexibleren Arbeitsabläufen, ohne Qualitätseinbußen. Das xBand kommuniziert mit dem Host-Gerät, also der Datenbrille, über Bluetooth oder WiFi. Darüber hinaus ermöglicht der eingebaute Inertialsensor Gesten- und Aktivitätserkennung.

Die Ergebnisse der Studie des Department of Technology Management & Economics der University of Chalmers, bescheinigen dem Scannen durch RFID im Vergleich zu anderen Bestätigungsmethoden wie Barcode-Scanning und Sprachbefehlen höchste Effizienz. „Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen wie Volvo, DB Schenker und Scania haben wir die Effizienz verschiedener Bestätigungsmethoden getestet, die sowohl bei der Entnahme als auch bei der Ablage als Bestätigung eingesetzt werden“, erklärt Patrik Fager, Doktorand an der Chalmers University. „Bei mehr als 59% Ergebnisvariation zeigte sich die Kombination von beidhändiger RFID-Armbandkommissionierung mit Ubimax‘ xBand wesentlich effizienter als die Prozessbestätigung per Sprache oder Barcode. Wir sehen in der RFID-Technologie ganz neue Dimensionen für intralogistische Prozesse der Industrie 4.0!“

Ubimax-Kunden, die das xBand im Produktivbetrieb einsetzen, berichten von signifikanten Leistungssteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Wolfsburger VW- und Porsche-Zulieferer Schnellecke Logistics verzeichnet eine Steigerung der Prozessgeschwindigkeit von 22%, während die Fehlerquote auf den tiefsten Stand seit der Unternehmensgründung gesunken ist. „Mit unseren digitalen Lösungen nutzen wir das, was die Industrie 4.0 zu bieten hat. Mit dem xBand von Ubimax ist es uns gelungen, eine Nullfehlerquote zu erzielen und die Prozesskosten zu senken“, sagt Dr. Abaid Goda, Senior Manager IT- Operation bei Schnellecke Logistics. Dr. Hendrik Witt, CEO von Ubimax, zeigt sich begeistert vom kurzen, aber intensiven Entwicklungsprozess des xBands: „Wir sehen das Alleinstellungsmerkmal, das unser xBand an den Logistikstandorten unserer globalen Kunden bietet. Basierend auf der offiziellen Validierung durch die Forschung und der semi-exklusiven Patentlizenz erwarten wir, dass Ubimax Frontline mit xBand innerhalb der nächsten fünf Jahre zu einer Standardlösung für die Intralogistik und weitere industrielle Anwendungsfelder wird.“

Quelle: https://www.ubimax.com/de/news/wearables-in-the-spotlight-de.html

 

Oktober 2018


Die größte Fluggesellschaft Zyperns hat über Nacht sämtliche Flüge annulliert. Dutzende Reisende mussten die Nacht am Flughafen verbringen.

Nach nur zwei Jahren hat Zyperns größte Fluggesellschaft Cobalt Air überraschend ihren Dienst eingestellt. Alle ab kurz vor Mitternacht geplanten Flüge würden wegen eines "Aussetzens der Tätigkeit auf unbestimmte Zeit" annulliert, teilte die Airline am Mittwochabend auf ihrer Internetseite mit.

Dutzende Reisende mussten die ganze Nacht zum Donnerstag im Flughafen von Larnaka ausharren. "Niemand hat uns informiert was los ist und was wir tun sollen", sagten Reisende im staatlichen Fernsehen (RIK). Die Lage normalisierte sich am Donnerstagnachmittag.

Die zyprische Regierung kündigte an, sie werde die Kosten der Rückreise für alle betroffenen Touristen übernehmen. Andere Fluglinien boten den Reisenden Flüge zu günstigen Preisen an, berichtete das Staatsradio weiter. Cobalt Air riet ihren Kunden davon ab, sich am Donnerstag zum Flughafen zu begeben oder die Büros der Fluglinie zu kontaktieren - denn auch diese stellten ihren Dienst ein.

"Konnten nicht das Kapital finden"

Stattdessen sollten Betroffene umbuchen und die Rechnung aufheben sowie ihre Reiseveranstalter oder ihre Bank kontaktieren, um sich das Geld erstatten zu lassen. Die erst vor zwei Jahren gestartete Billigairline entschuldigte sich "aufrichtig" für die Einstellung ihrer Dienste.

Mehrheitlich war die Fluglinie bislang von chinesischen Investoren finanziert. "Wir haben uns bemüht, aber wir konnten leider nicht das Kapital finden, um weiter zu arbeiten", sagte der Chef der Fluglinie, Grigoris Diakos, laut der Nachrichtenagentur dpa im zyprischen Rundfunk. Alle 280 Angestellte der Cobalt seien bis zum letzten Arbeitstag bezahlt worden, hieß es.

Cobalt Air ist seit der Pleite von Cyprus Airways Anfang 2015 die größte Fluggesellschaft Zyperns. Cobalt Air hatte sechs Flugzeuge und flog 23 Ziele an. Das Verkehrsministerium der Insel versicherte, es werde für alle Passagiere, die sich noch in Zypern aufhielten, eine Lösung gefunden.

Wettbewerbsdruck könnte weitere Pleiten nach sich ziehen

Unbestätigten Informationen zufolge hatte die Airline Zahlungsprobleme und musste ihren Verkehr nun einstellen, nachdem Verhandlungen mit einem potenziellen europäischen Investor gescheitert waren. Betroffen von den Annullierungen sind nun hunderte Passagiere, die genaue Zahl blieb aber unklar.

Nach Einschätzung der Bundesregierung kann der zunehmende Wettbewerbsdruck am europäischen Himmel noch weitere Pleiten in der Branche nach sich ziehen. "Der erhöhte Wettbewerbsdruck kann im Ergebnis zu weiteren unternehmerischen Umstrukturierungen, wie auch Insolvenzen, führen", zitierte das "Handelsblatt" am Donnerstag aus einer Regierungsantwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

"Notwendig ist eine gesetzliche Regelung, die Fluggesellschaften verpflichtet, eine Versicherung für die Rückholung gestrandeter Passagiere abzuschließen", sagte der FDP-Politiker Reinhard Houben der Zeitung. Die Kosten hierfür könnten über die Ticketpreise finanziert werden. Die Regierung müsse das Thema entweder auf die europäische Agenda bringen oder selbst aktiv werden. "Die Insolvenz einer Fluggesellschaft darf nicht erneut zum Risiko für den Bundeshaushalt werden", sagte Houben mit Blick auf die Pleite von Air Berlin.

Quelle: https://www.spiegel.de

 

November 2018


Privatpersonen als Paketshops

Mit der neuen interaktiven Logistikplattform Pickshare können Privatpersonen ganz einfach zu Paketshops werden und sich die Entgegennahme der Sendungen auch noch bezahlen lassen.

Die Zuverlässigkeit von Paketzustellungen in der Innenstadt muss dringend verbessert werden. Zu dieser Einschätzung gelangte Prof. Dr. Stephan Seeck von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Rahmen des 35. Deutschen Logistik-Kongresses.

Persönliche Übergabe ist selten

Seeck stellte in der Fachsequenz „Retail Logistics“ erste Ergebnisse der noch nicht veröffentlichten Studie „Identifikation und Bewertung der Anforderungen und Probleme der letzten Meile bei der Zustellung von Waren und Dienstleistungen“ vor, die von den Unternehmen Tchibo, Würth, Löffelhardt und Bonprix unterstützt wird. Darin kommt der Forscher zu dem Schluss, dass in 30 bis 50 Prozent der untersuchten Fälle keine direkte Zustellung von Paketen und E-Commerce-Sendungen an der Haustür stattfindet. Die Gründe dafür sind dem Wissenschaftler zufolge unterschiedlich. Klar werde in der Untersuchung allerdings, dass bei rund 80 Prozent der befragten Privatkunden in der Vergangenheit auch dann keine persönliche Paketübergabe stattfand, wenn sie zu Hause waren.


Ohne Nachbar keine Zustellung

Wie Seeck weiter ausführte, landen die meisten nicht persönlich zugestellten Sendungen lediglich eine Haustür weiter. „Ohne den freundlichen Nachbarn von nebenan, wäre die Paketzustellung in vielen urbanen Räumen nicht mehr möglich. Eine Zweitzustellung von Sendungen findet so gut wie nicht statt“, so der Wissenschaftler. Lediglich ein geringer Teil der bestellten Waren werde in Paketshops, Postfilialen oder Packstationen abgegeben.

Digital eingreifen

Der Studie zufolge wünscht sich ein Großteil der Befragten zukünftig digital eingreifen zu können, um die Zustellsituation zu verbessern, für rund 69 Prozent ist die persönliche Übergabe des Pakets nach wie vor die wichtigste Zustelloption. Knapp 68 Prozent der Studienteilnehmer wünschen sich zudem eine Retourenabholung durch den Paketboten.

Konzept Kiezbote

Aufgrund der bisherigen Studienergebnisse hat Seeck gemeinsam mit seinem Team ein Konzept für die Paketlieferung in urbanen Ballungsgebieten wie etwa Berlin entwickelt. Demnach könnte ein sogenannter „Kiezbote“ die Zustellung auf der letzten Meile in einem begrenzten lokalen Gebiet übernehmen. Dabei bündelt der Bote die Pakete von Paketdienstleistern, lokalen Anbietern, Lebensmittellieferanten sowie die Retouren beispielweise in einem Ladenlokal. Über eine App sollen der Kiezbote und der Kunde in ständigem Austausch sein, sodass der Empfänger die persönliche Zustellung seines Paketes genau abstimmen und selbst steuern kann.

Die Studie wird nach Angaben der HTW in Berlin durchgeführt und läuft noch bis einschließlich 30. November 2018. Die finalen Ergebnisse möchte die Hochschule im Januar 2019 vorstellen.
Quelle: https://www.logistik-heute.de/

Dezember 2018

Januar 2019

Februar 2019